Verlagssignet gesucht! Wanted: A Publisher's Signet I Wettbewerbsergebnis der Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH Result of a Competition of the Bertelsmann Group of Publishers R Signet-Wettbewerbe werden immer wieder auf groBes Interesse stoBen, geben sie doch den Beteiligten die Möglichkeit, sich vorzustellen oder erneut in Er- innerung zu bringen. Je gröBer jedoch der Teilnehmerkreis ist, um so geringer sind die Gewinnchancen, und es ist deshalb nicht verwunderlich, daB sich bei offenen Wettbewerben die besten Grafiker gar nicht mehr beteiligen, denn der Zeitaufwand für einen guten Entwurf steht in keinem Verhaltnis zur Möglichkeit, unter tausend und mehr Konkurrenten einen Preis zu gewinnen. Diese groBen Wettbewerbe sind vor allem bei jüngeren, noch unbekannten Grafikern beliebt und werden von den ausschreibenden Stellen nicht zuletzt als relativ billige Werbeaktion benutzt. Die Verlagsgruppe Bertelsmann wahlte zur Erlangung ihres Signets einen anderen Weg. Sie forderte sechs zum Teil sehr bekannte Grafiker gegen ein Skizzenhonorar von 1000 DM auf, sich an einer werbewirk- samen Marke zu versuchen. Diese Marke müBte auf alien Buchumschlagen er- scheinen und ebenso für die gesamte Verlagswerbung auf Plakaten, Prospek- b ten, Anzeigen usw. geeignet sein. In der Ausschreibung stand unter anderem: J' Aus Gründen der technischen Möglichkeiten sollen die Entwürfe nicht zu fein- ri gliedrig angelegt sein. Bei der Gestaltung ist Voraussetzung, daB zwei Entwürfe d auf der Basis eines B als GroBbuchstabe und zum anderen ein freigestal- e tetes Zeichen als Alternative erarbeitet werden. Wir zeigen hier nicht nur die h preisgekrönten, sondern auBerdem alle anderen eingereichten Entwürfe, denn J' das Ergebnis ist so interessant, daB sich jeder Betrachter selbst ein Urteil bilden L kann. Dabei wird jeder Fachkundige einige sehr gelungene Entwürfe heraus- finden, die alle Forderungen einer einpragsamen und damit werbewirksamen v Marke erfüllen. Diese Feststellung trifft aber nicht für die prëmiierten Entwürfe, c vor allem nicht für den 1. und 2. Preis, zu. Wie konnte es zu diesem Fehlurteil 1 kommen? An den Grafikern liegt es nicht, denn auch die Preistrager haben t: lb 54 C2 10

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 60