geklebt... O KV m MeiRner Cuter Siebdruck macht jedes Display besser vy Werbung mit haftender Wirkung: Klebe-und Haftplakate für den kurzen Werbeeinsatz und für Dauerwerbung -innen und auf3en. Kraftfahrzeug-und Containerbeschriftung Zweiseitige Fensterkieber sowie Auto-Klebeplaketten. reich an Erfahrung - gekonnt in derAusführung Ernst MeiBner KG Displaywerk GroBsiebdruckerei 2 Norderstedt 3 (bei Hamburg) Gutenbergring 62 Tel. (0411) 5 23 40 41 Das gesamte Werk Einleitung von Gottfried Sello (Verlag Roger und Bernhard, München, 1969, 2 Bande, zusammen 1629 Seiten, Leinen 49 DM). Nach Sellos gescheiter und doch gedrangter Einleitung wird das ungeheure Werk dieses fleiBigen und nach einem 44jahrigen Leben dahin- gegangenen Künstlers in vier groben Abschnitten (Lithografie, Zeitschriften, Buchillustration, Einzelblatter) tech nisch bestens wiedergegeben - For mat und zweisprachige Titel sind je- weils angeführt -, eine kurze Doku- mentation und Charakterisierung des Künstlers sowie eine gedrangte Bi bliografie vervollstandigen dieseinje- der Weise gelungene Neuausgabe. Nicht bloB künstlerisch, sondern auch technisch gibt dieser Vertreter einer angewandten Kunst so viele aktuelle Anregungen, daB seine heu- tigen Kollegen und alle politisch-so- ziologisch Interessierten zu diesen Bënden greifen sollten. Das Werk sei, nicht zuletzt wegen seines wohl- feilen Preises, nachdrücklich emp- fohlen. wk Wilhelm Tischbein Den Goethe-Verehrern und Liebhabern der Kunst seines Kreises hat der Lei ter des Oidenburger SchloBmuseums, Herbert Wolfgang Keiser, eine kleine bibliographische Kostbarkeit beschert: Johann Wolfgang Goethe, Wilhelm Tischbeins Idyllen (Bruckmann-Ver- lag, München 1970, 96 Seiten, 74 Farb- abbildungen, 14 SchwarzweiBabbildun- gen im Text, roterLeinenband, 22 DM). Die goethische Bildbeschreibung und Bildgedichte umfassenden Interpreta- tionen der 44 Tischbein-Gemalde sind ein schönes Zeugnis der Verbunden- heit des Dichters mit seinem Italien- freund Tischbein und mit dessen theo- kritischen Geist atmenden Kunst. Die Veröffentlichung dieser dem Publikum in einer vorbildlichen denkmalpflege- rischen Neugestaltung des groBher- zoglichen Schlosses zuganglich ge- machten Originale ist gerade in unse- rer heutigen zerrissenen Zeit von besonderem Interesse. Sowohl die vorzügliche Wiedergabe des geschlos- senen malerischen Werkes, wie die dichterischen Texte und die kritischen Erlauterungen vermitteln einen leben- digen Eindruck des damaligen glück- lichen Zusammenspiels von fürstli- chem Mazen, einem visuell hervor- ragend begabten Dichter und einem feinsinnigen Maler. Moge diese scho ne Veröffentlichung viele Freunde finden! wk Archaologie Mittelamerika Wer sich - ohne Fachmann zu sein - auf das heute immer noch aktuelle Abenteuer der Archaologie einlaBt, wird literarisch verhaltnismaBig gut bedient. Verschiedene Veröffentlichun- gen, vor allem Buchreihen, verstand- lich geschrieben und mit reichem und gutem Bildmaterial ausgestattet, wer den auf dem Markt angeboten. Wir hatten schon des öfteren Gelegenheit, auf die verdienstvolie Serie der Ar- chaeologia Mundi (Nagel-Verlag, München, Genf, Paris) aufmerksam zu machen. Seien es der Mittelmeer- raum und das übrige Europa, Amerika oder das nahe oder ferne Asien, im mer behandelt ein Fachmann das je- weilige besondere Thema. Claude F. Baudez, Centre National de la Re cherche Scientifique, Paris, hat es schwerer als seine Kollegen, die über die dem Publikum gröBtenteils durch eigene Anschauung oder vielfache Publikationen bekannten Kuituren Mexikos oder Perus berichten. Mit telamerika (übersetzt von Ruth Ko- bel-Streiff, 1970, 259 Seiten, 54 mehr- farbige und 106 schwarzweiBe Abbil- dungen, hellgrauer Kunstlederband, 40 DM), d. h. die zentralamerikanische Landbrücke der Staaten Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama, ist archaologisch verhaltnis maBig spat Ende des 19. Jahrhunderts und in der Chronologie der Ausgra- bungen und Funde erst seit Mitte un- seres Jahrhunderts bearbeitet worden. Dies erklart sich naturgemaB aus dem fast völligen Fehlen von Bauten oder sonstigen Architekturresten sowie aus dem feuchten Klima, das vergangliche Materialien ziemlich schnell ver- schwinden laBt. Die nicht ganz dank bare Aufgabe, aus dem vorhandenen Material mit Hilfe von ausgezeichnet wiedergegebenen Abbildungen den gegenwartigen Stand der Forschung und die noch vorgegebenen Ziele auf- zuzeigen, hat der Verfasser bestens gelost. Da dieses Gebiet sonst über- wiegend von Gelehrten aus USA be handelt wird, ist dieser auch in der übersetzung gut gelungene euro- paische Beitrag sehr zu begrüBen. wk Malerische bayerische Topografie in Lithografien Das 19. Jahrhundert ist wieder en vogue. Die geschichtliche Distanz er- weckt in uns nicht nur mehr Ver standnis und eine gerechtere Beur- teilung, sondern in vielen Fallen so- gar echte Zuneigung zu den damals hervorgebrachten künstlerischen und publizistischen Erzeugnissen. So be- wundern wir in einem wohl gelunge- nen Neudruck einer bekannten und bisher im Kunstantiquariat viel ge- suchten Lithografienfolge, namlich Carl August Lebschées Malerische Topo- graphie des Königreichs Bayern eine Reihe von Darstellungen aller im Königreich Bayern malerisch oder historisch merkwürdigen Land- striche, Gebirge, Seen, Stadte und gröBerer Ortschaften, einzelner Schlösser, Kirchen, königlicher Anla- gen, alter und neuer Bauwerke, mit Begleitung eines historischen Tex- tes. Nach der Natur und auf Stein gezeichnet von C. Lebschée unter Mitwirkung von P. Mettenleiter, E. Adam, L. Zertahelly und A. Kurz, München 1830-1835, Hermann und Barth; jetzt Bertelsmann-Kunstverlag, Gütersloh, 1971, 156 Seiten mit 68 zweifarbigen Lichtdrucktafeln, Leinen im Schuber 128 DM. Der Titel weist auf eine umfassende Darstellung hin. Tatsachlich bezieht sich jedoch die Publikation in der Hauptsache auf die bayerische Landeshauptstadt und'O'rt- lichkeiten, die mit dem Wittelsbacher- 73

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 79