GUTSCHEIN in IQ3 /tödten in vielen europaischen Landern gibt es die edding-Treffpunkte für farbenbewuBte und farbeninteressierte Grafiker. In den bedeutend- sten Fachgeschaften stehen die groBen, übersichtlichen edding-Ver- kaufstische mit einer überwaltigenden Farbauswahl in Fi.lz-und Fein- schreibern. 80 Farben (edding 600, DM 3,50 p. Stek. e. V. P36 Far- ben (Mittelspur edding 1300, DM -,75 p. Stek. e. V. P.) und 16 Far ben (Feinspur edding 1200, DM -,75 p. Stck. e.V. P.). Dafindetman alles, was man braucht. Orignalausgabe, hellgraues Leinen 19,80 DM) seine Sozialgeschichte der Kunst und Literatur(1953) er- ganzt. Er bleibt sich sowohl in sei nen allgemeinen wie besonderen Darlegungen der Grenzen der sozio- logischen Betrachtungsweise aus- drücklich bewuBt und bringt interes sante Gesichtspunkte beim Thema Psychoanalyse und Kunst. Den zünf- tigen Kunsthistoriker werden dieAus- führungen zu den Theorien Wölfflins, Riegels, Dvoraks u. a. interessieren. Der groBe Abschnitt Volkskunst und volkstümliche Kunst erscheint mir un- befriedigend, weil ihm keine sozio- logische Würdigung, z. B. der Musik- kultur überhaupt, vorausgeht und die volkskundliche Fachliteratur im allge meinen und besonderen nicht ausge- schöpft sein dürfte. Der letzte groBe Abschnitt (Bildung und Konventionen) bringt, wie überhaupt das ganze Buch, viele interessante Anregungen. lm Hinblick auf die klare Darstellung und auf die auf Tatsachen aufge- baute Würdigung des künstlerischen Geschehens sei das Studium dieses Hauser der maBvoll und beschei den zugibt, daB es keine allgemeinen und in jedem Fall gültige Rezepte in der Kunstgeschichte gibt, bestens empfohlen. Der wohlfeile Preis er- laubt jedem die Anschaffung. wk Altbaierisch - echt Den führenden Münchner Veriagen sei es zur besonderen Ehre ange- rechnet, daB sie sich urn die das bayerische Wesen reprasentierenden Schriftsteller durch Neuherausgabe ihrer Werke bemühen. So bringt der Süddeutsche Verlag, München, 1970, die gesammelten Werke von Lena Christ (Erinnerungen einer überflüs- sigen, Mathias Bichler, Rumplhanni, Madam Bauerin, Bauern) in einem Dünndrucksammelband (930 Seiten, Nachwort von Johann Lachner, roter Leinenband 25 DM) ansprechend her- aus. Die tragische Figur dieser her- vorragenden bayerischen Schriftstel- lerin tritt in ihren Werken, die ohne Sentimentalitat, in tiefer Kenntnis des Charakters ihrer Landsleute geschrie- ben sind, groBartig hervor. Man muB nicht bloB Ludwig Thoma, sondern auch Lena Christ kennen, um Alt- bayern zu verstehen. Sie gehort zu den bayerischen Klassikern, die nicht wehleidig oder bürgerlich ver- schmockt, sondern offen und echt ihre Landsleute schildern. Wer Bayern liebt, muB Lena Christ lesen. wk Edgar Allan Poe, Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym mit den Zeichnungen von Alfred Kubin. Edgar Allan Poe und Alfred Kubin sind einander so geistesverwandt, daB der amerikanische Dichter der Roman tik die fast 100 Jahre spater von Al fred Kubin geschaffenen lllustrationen zu seinen Werken selbst gezeichnet haben könnte. Poe, der Beschwörer des mystisch-makabren Grauens, Ku bin, der Magiër von Zwickledt dessen visionare Eindringlichkeit des Unheimlichen ihn zum Vorlaufer oder gar Mitbegründer des Surrealismus machten. Man hat Kubin auch als den Altmeister der modernen Grafik bezeichnet, doch die zwischen 1916 und 1926 entstandenen Poe-lllustratio- nen erscheinen uns ebenso zeitgemëB wie Poes literarische Verbindung eines fast wissenschaftlichen Scharfsinns mit übersinnlicher Phantastik. Das, was uns heute der Film in unzahligen Variationen des Bösen zeigt: die Welt des Schrecklichen, der Gewalt- tatigkeit, mit der unsere Generation als Erbe des letzten Weltkrieges le- ben muB, beschwor Kubin aus dem Erlebnis des 1. Weltkrieges heraus schon vor mehr als 50 Jahren. Poes Schauererzahlungen sind uns darum ebenso wie Kubins finstere Federvi- sionen wieder brandnahe gerückt, zu- mal die Macht des Abseitigen nach wirklichen Meistern der Darstellung in Wort und Bild verlangt, soil sie nicht zur billigen Klamotte werden. Die NymphenburgerVerlagsbuchhand- lung gab Die denkwürdigen Erleb nisse des Arthur Gordon Pym von Edgar Allan Poe in einer einmaligen Auflage von 850 numerierten Exem plaren mit 15 ganzseitigen Zeichnun gen von Alfred Kubin in einem Lei nenband zu 48 DM heraus. sh René Groebli, Variation 2 ist ein neues Buch des bekannten Schweizer Fotografen, in dem er über die kommunikativen Möglichkeiten der Farbfotografie berichtet. Obwohl wir heute, dank einer im letzten Jahr- zehnt enormen technischen Weiter- entwicklung der Farbfotografie, im mer wieder mit hervorragenden Fo- tos verwöhnt werden, zeigt dieses Buch anhand von 225 groBformati- gen farbigen Abbildungen eine bisher wohl beispiellose Zusammenstellung aller Möglichkeiten, Fotos und insbe- sondere Werbefotos ins Bild zu bekommen. Mit seinen Arbeiten sprengt Groebli den Rahmen des rein asthetischen Effekts - er vermittelt Ideen, Impressionen oder Botschaf ten und beweist, daB der denkende (und nicht nur sehende) Fotograf eine wichtige Rolle im kreativen ProzeB übernehmen kann. Besondere Berei- cherung erfahrt dieses groBformatige Werk, 32X27 cm, durch exakte Er- lauterungen zu technischen und sti- listischen Aspekten der Farbfotogra fie und machen es nicht nur für den Fachmann, sondern auch für den Laien leicht verstandlich. Das Buch erschien im Verlag Arthur Niggli AG, Böhl, CH-9052 Niederteufen (Schweiz). Der Preis ist 74,50 DM. hk Grafikerhandbuch Das Kuerschner Handbuch für die verschiedenen Sparten des kulturellen Lebens ist weltbekannt. Der verdienst- volle Berliner Verlag Walter de Gruy- ter Co. hat auch für den Sachbereich der Grafik ein Handbuch herausge- bracht, das nicht bloB Beachtung und Verbreitung, sondern jede Förderung verdient (Kuerschners Grafikerhand buch, Deutschland - 'O'sterreich - Schweiz, Illustratoren, Gebrauchsgra- Absender: 1 Muster edding 600, Farbkarte, Prospekt 1 Muster edding 1300 1 Muster edding 1200 Sammelprospekt c. w. edding co 2 HH 22 Postf. 306 80 oder 40 Farben auf einen Bliek und das auf nur 10 x 19 cm Stellflache. Das bedeutet schnelles, sicheres Arbeiten, ohne langes Suchen. Denn jede Stiftkappe tragt ein Farbetikett mit Farbnum- mer und jeder Stift einen Farbring mit deutscher Farbbezeichnung und Farbnummer. Entscheiden Sie sich für den 80er- oder den 40er-Aufsteller. Alle Farben sind einzeln nachkaufbar. Und der Schreibfilz kann aus- gewechselt werden. Bitte fordern Sie Prospekte und Muster. 75

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 81