w 0<o^o^eeS )^VOO- VQg*V®»"" Die bewahrten MJË Z E I C H E N P A PI E R E gibt es nur von Feinpapierfabrik S C H O E L L E R S H A M M E R Düren Postfach 147 7410 Reutlingen-Betzingen Röntgenstr. 24 Postfach 49 Ruf 3 85 55-57 und 7000 Stuttgart-Vaihingen Robert-Leicht-StraBe 1 Ruf 785897/98 fiker, Typografen, Walter de Gruyter Co., Berlin 1967, 2. Auflage, heraus- gegeben von Dr. Charlotte Fergg-Fro- wein, 396 Seiten Text, 188 Seiten Abbildungen, weiber Leinenband, 84 DM). Der Textteil enthalt das üb- liche Personenverzeichnis mit genauen Hinweisen auf Lebenslauf, Werke und Ausstellungen sowie Literatur über den betreffenden Künstler. Man mag den einen oder anderen Namen ver missen, ich glaube aber, dab dieses umfassende Handbuch für die Ge- brauchsgrafiker im weitesten Sinn des Wortes, also die Buchillustratoren und Schriftkünstler eingeschlossen, für die verschiedensten Zwecke auberst brauchbar ist. Die Stilproben und Ar- beitsbeispiele im Bildteil geben dem Benutzer bereits Auskunft darüber, welche Richtung der betreffende Künst ler vertritt. Die übersicht über die ein- schlagigen Zeitschriften, Künstlerver- bande und -vereinigungen sowie die Ausbildungsstatten für Grafiker, Hand- pressen usw. macht auch für den jun- gen Künstler das Buch sehr interes sant. Da anzunehmen ist, dab dieses Verzeichnis in einer Neuauflage immer wieder erganzt wird, sollten alle Inter- essierten dem Verlag rechtzeitig Anga- ben und Unterlagen zukommen lassen. wk Portrats deutscher Grafik-Desiqner 1971 Die Portrat-Buch-Reihe des Veriages markte medien wurde in diesen Tagen durch einen neuen Titel erwei- tert. Nach den seit einigen Jahren mit viel Erfolg erscheinenden Agentur- und Fotografenportrats liegen jetzt die lang erwarteten Portrats deut scher Grafik-Designer 1971 vor. Es ist dem Verlag geiungen, schon in der ersten Ausgabe 62 bekannte deut- sche Grafik-Designer mit rund 800 Arbeitsproben zu einer stattlichen Dokumentation zu vereinigen. Er ganzt wird diese Creativ-Show durch eine Spezialistentabelle in Form einer Schiebetafel, die es er- möglicht, in den verschiedenen Post- leitgebieten die einzelnen Spezia- iisten auf einen Bliek ausfindig zu machen. Wie alle anderen Titel der Portrat- reihe, wird auch dieses Buch an einen ausgewahlten Kreis von Wer- beleitern der werbungtreibenden In dustrie, Artbuyern in Werbeagentu- ren und Verlagen kostenlos ver- schickt. Wer nicht zu diesem Gratisverteiler gehort, kann die Portrats deutscher Grafik-Designer 1971 zum Preis von 22,16 DM inklusive Versandkosten und Mehrwertsteuer bestellen bei: markte medien verlagsgesellschaft mbH, 2 Hamburg 50, Grobe Elb- strabe 14. Sternchen Mit dieser von Rudo Moric bearbei- teten Lizenzausgabe eines tschechi- schen Veriages hat Spectrum keinen besonders glücklichen Griff getan. Die etwas sentimentale Geschichte des Rehkitzes, das durch seinen neu- gierigen Ungehorsam die alles ver- zeihende Mutter wiederholt in Le- bensgefahr bringt, wird begleitet von Tuschzeichnungen a la Japonaise, die zwar immer noch hübsch, aber doch etwas abgegriffen wirken. Das Schön- ste an diesem Band sind die Um- schlaginnenseiten, stiiisierte grün- graue Waldberge mit einem rosa- hellen Mondfleck vor nachtgrünem Himmel - obwohl oder gerade weii sie dem Stil der Buchillustrationen so vöilig fern liegen. (Rudo Moric, Mirko Hanak, Stern chen Spectrum-Verlag, Stuttgart. 10,80 DM.) rh Das einsame Schaf In den letzten Monaten sind im Spectrum-Verlag, Stuttgart, eine Rei- he neuer Kinderbücher erschienen. Eines der schönsten ist Das ein same Schafdie Geschichte des Schafes Müdürü, das, seines einsa men Feigenbaumes müde, sich zum Meer aufmacht und erst nach langem Umherirren den Heimweg wieder fin- det. Die österreichische Grafikerin Angelika Kaufmann erzahlt diese Ge schichte ganz schlicht und ohne bes- serwisserischen Anspruch. Auch der ganz nebenbei erhobene Verweis der drei Kameie, ein kleines Schaf sollte lieber daheim bleiben wird durch den sichtlichen Hochmut der Kameie ironisch gebrochen. - Die be- gleitenden Zeichnungen bestechen durch den Gegensatz einfacher stark- farbiger Landschaftsabbreviaturen - Baum, Meer, Sonne - und der detail- lierten Exaktheit der Federzeichnun- gen von Schaf, Kamelen und Schafer Hassan mit ihrer Treffsicherheit psy- chischen Ausdrucks. Die Bild ge- wordene Hochnasigkeit der Kameie wurde bereits angesprochen; beson ders überzeugend sind auberdem die Seite, auf der Müdürü übermütig und glücklich dem roten Sonnenbali ent- gegenspringt, und die folgende Dop- pelseite, wo es verloren dasteht vor der ungeheuren Weite tiefblauer Wellen, in denen die Sonne riesen- grob und ieuchtendrot in einem lila Flammenkreis versinkt. Das Buch ist gedacht für Kinder ab vier Jahren. In seiner Mischung aus grafischem Witz und naiver Farbenfreude wird es ihnen wie auch Erwachsenen eine helle Freude sein. (Angelika Kaufmann, Das einsame SchafSpectrum-Verlag, Stuttgart. 10,80 DM. rh Der Silberprinz und seine Blume Der Silberprinz, ein biasser Nach- fahre des kleinen Prinzen von An- toine de Saint-Exupéry, sehnt sich in der Kalte seiner silbernen Pracht nach den duftenden bunten Blumen der Erde - ein Wunsch, der einem Prinzen nicht versagt bleiben kann. In seinem Streben nach asthetischer Vollkommenheit scheint dieses Buch eher auf den Geschmack der Erwach senen als auf die Aufnahmefahigkeit vierjahriger Kinder zugeschnitten zu sein. Ein Test mit drei- bis sechs- jahrigen Kindern ergab allerdings, dab der Silberprinz neben dem Einsamen Schafdas geliebteste der vier neuen Spectrum-Bücher ist. Besonders begeisterte das Silber- reich bei Nacht: Ein karminroter Mond steht vor einem ganz in Lila getauch- ten Himmel, vor einem dunkellila Berg mit stiiisierten Pflanzenranken - der traurige Prinz im Silberpalast - eine ganz in Grautönen gehaltene Seite - oder auch die bunte Blume vor dem zartgrauen Hintergrund des Palastes. Die Verschmelzung von Jugendstilelementen zu einem eige nen Stil ist Helga Galler ausgezeich- net geiungen - und seltsamerweise erweckt gerade das Artifizielle ihres Stils Begeisterung auch bei Kindern im vorschulpflichtigen Alter. (Helga Galler, Der Silberprinz und seine Blume Spectrum-Verlag, Stutt gart. 12,80 DM.) rh Die fremde Feder Ein kleiner Vogel, verspottet von allen Artgenossen wegen seiner schwanzlosen Hablichkeit, begegnet einem mitleidigen Pfau, der ihm zum Trost seine schönste Schwanzfeder schenkt - doch wird die neue Pracht dem Vogel zum Schaden, er wird gefangen und in einen Kafig gesperrt. Schlieblich gelingt es ihm zu fliehen, allerdings bübt er dabei seine prach tige Feder wieder ein. Den sparsa- menText begleiten prachtvolle Drucke nach Batikvorlagen, abwechselnd mit zartgrünen Federzeichnungen. Man weib nicht, welches Bild schoner ist: der herrliche Reiter auf blauweibem Apfelschimmel vor lichtblauem Grund, die zarten Pfauenfedern der Titel- innenseiten oder der kleine habliche Vogel, wie er über die Dacher der Stadt einer gelborangen Sonnenblu- mensonne entgegenfliegt, die abge- schüttelte Pfauenfeder wie einen Ko meten hinter sich lassend. (Edda Reinl, Die fremde Feder Spectrum-Verlag, Stuttgart. 12,80 DM.) rh Neuerscheinung: die Zeitschrift pfirsich Der pfirsich ist eine avantgardi- stische Zeitschrift der Industriekunst orientierten Gruppe pool im Fo rum Stadtpark, Graz (Steiermark). Diese neue Schrift ist eine Synthese von Vertretern aus den Bereichen der Architektur, des Design, der Drucktechnik, Farbraumgestaltung, Farbformung, Film, Kulissendesign, Li teratur, Medienforschung, Regie, Re- protechnik und Werbung. Die vorlie- gende Doppelnummer 2/3 des pfir sich setzt sich vor allem mit dem Thema Industriekunst auseinan- der und will in umweltbildenden Mabnahmen, wie z. B. Kunst und se- rielle Produktion, gleichwertige Me dien der Kommunikation erkannt ha- ben. Als Unterstützung für das Hauptthema des recht kühn und 76

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 82