SIGNET-WETTBEWERB Imperial Chemical Industries Ltd. ICI-Plastics Today wird in deutscher, französischer und englischer Sprache von der Imperial Chemical Industries Ltd., Plastics Division in Welwyn Gar den City (England), herausgegeben, urn interessierte Kreise über die neuesten Einsatzgebiete und anwen- dungstechnischen Möglichkeiten der ICI-Kunststoffe zu unterrichten. Die vorgelegten Hefte 35 und 36/1970 (deutsche Ausgabe) werden durch ihre Gestaltung und den ausgewoge- nen Inhalt der gestellten Aufgabe ge recht. Die beiden Hefte stellen die allgemeinen Erfahrungen, die von den Herausgebern im Laufe der Jahre ge- sammelt wurden und laufend gesam- melt werden, allen Interessenten zur Verfügung. Der Wert aller mit groBer Sachkenntnis geschriebenen Beitrage wird durch zahlreiche, wirklich hervor- ragende Farbfotos noch bedeutend erhöht. Das Heft 35/1970 befaBt sich u. a. mit den neuen Methoden der Warenverpackung, die ein völliges Umdenken notwendig machen. Als be- sonders interessant und aktuell darf auch der Beitrag zum Thema Neube- schilderung bezeichnet werden. In den letzten Jahren hat ja die Erkenntnis immer mehr an Boden gewonnen, daB das Niveau der Werbe- und Hinweis- schilder dringendst verbesserungsbe- dürftig ist. Das Heft 36/1970 bringt u. a. einen plastischen Bericht über Londons groBe Paddingtonstation, wo das neue Material Darvic bei Bahn- steig- und Sonderschaltern, in Schal- terhallen überhaupt oder bei Fahrt- richtungstafeln usw. Verwendung ge- funden hat. Dadurch wurde der Pad dingtonstation neuer Glanz verliehen. Die diesem Beitrag mitgegebenen Farbfotos sind besonders eindrucks- voll. Bestes Kunstdruckpapier, über- aus geschmackvolle Umschlagseiten und ein Druck, der sich sehen lassen kann, tragen viel dazu bei, daB die Hefte so gut gelungen sind. (Heraus- geber: Imperial Chemical Industries Limited, Plastics Division, Welwyn Garden City, Hertfordshire, England.) sm La Revue des Voyages Das Winterheft der Internationalen Gesellschafts- und Reiserevue La Revue des Voyages (Deutsche Aus gabe) wartet mit einem sehr abwechs- lungsreichen Inhalt auf. Vielleicht ist der Inhalt gerade deshalb so interes sant, weil man bei den sehr lebendig und anschaulich in Bild und Text ge- zeigten Landern und Stadten groBe Sprünge machen muB, urn das Tempo mithalten zu können. Die Titelseite zeigt in Farbe ein paar fröhlich la- chelnde Jungen aus Bangkok, die Carlhanns Damm zwischen Blumen und Baumen mit seiner Kamera ge- schossen hat. Die so froh anmu- tende Titelseite findet ihre Fortset- zung in Damms schwarzweiB und far- big meisterhaft illustriertem Beitrag Bangkok der u. a. seine Erinne- rungen an einen 24-Stunden-Aufenthalt in der thailandischen Hauptstadt wie- dergibt. Nach Bali führt Didier Che- ran, er nennt seine Reise dorthin Land des Lachelns die Fotos be- weisen es. Viele Menschen werden nicht wissen, daB Trier von sich be- hauptet, alter als Rom zu sein. Roma secunda das zweite Rom; am Marktplatz von Trier, auf dem vor über 1000 Jahren auf einem römi- schen Saulenschaft das Marktkreuz errichtet wurde, kann man diesen be- rühmten Spruch lesen. Er erhebt An- spruch darauf, daB das zweite Rom alter als das römische Rom ist! Dr. Hans Berenbroek berichtet über Roma secunda und hat dabei nicht mit interessanten Reproduktio- nen gespart, die seiner Arbeit sehr zugute kommen. Mit Horst Kenja kann der Leser seinen Urlaub in Tu- nesien verbringen, der Autor nennt das Land ein Paradies. In ein neu er- öffnetes Wintersportgebiet Deutsch- lands, in den Hunsrück, führt Udo Hartlieb, wahrend Hans von Bilk einen lehrreichen und interessanten Spazier gang durch das Historische Uhren- museum in Wuppertal mitmachen laBt. Zahlreiche, beste SchwarzweiB- fotos von Omega führen kostbare Schatze aus diesem Museum vor Augen, zeigen, wie Künstler schon vor vielen Jahren Uhren konstruierten und wie der Weg zu den heutigen Spitzenleistungen der Uhrenindustrie verlauft. Neben modischen Impressio- nen kann sich der Leser in La Re vue des Voyages auch mit Autos anfreunden, die schon 1902 oder 1909 und 1911 mit «Spitzenleistun gen zwischen 20 und 30 km in der Stunde durch die Gegend «ra sten Sehr gutes Kunstdruckpapier und ein ausgezeichneter Druck pas sen sich dem Ganzen wohltuend an. (Redaktion: La Revue des Voyages, deutsche Ausgabe, 54 Koblenz, Gör- resplatz 5 - Heftpreis DM 4,- zzgl. Porto, bei Jahresbezug [4 Hefte] DM 16,- einschl. Porto.) sm Kirchliche Dienste für die Spiele der XX. Olympiade München 1972 Situation Die Katholische und die Evangelische Kirche (EKiD) in Deutschland be- reiten gemeinsam für die Olympi- schen Spiele einen umfangreichen Kirchlichen Dienst vor: - lm olympischen Dorf entsteht ein Seelsorgezentrum; - Gemeinschaftsgottesdienste in meh- reren Sprachen werden in den Kirchen der Stadt abgehalten; - ein ökumenisches Jugendlager wird eingerichtet; - wahrend der Spiele werden in München und in der Umgebung der Stadt Begegnungszentren für Besucher und Sportier erstellt; - Informationsstande sollen über die Kirchlichen Dienste aufklaren, auf Konzerte und andere Veranstal- tungen hinweisen usw. Aufgabe Alle diese nach auBen gerichteten Aktionen sollen unter einem gemein- samen Zeichen stehen. Dieses Zeichen soli sich in den gro- Ben Rahmen des Olympia-Designs einordnen lassen: Es muB sich aber trotzdem als selbstandiges Symbol einpragen können. Das signetartige Symbol findet Ver wendung auf samtlichen Publikatio- nen (incl. Geschaftsdrucksachen), Plakaten und Beschilderungen sowie als Ansteckzeichen für die einge- setzten Seelsorger und Helfer. Das Symbol sollte dem Gedanken der ökumene optisch entsprechen. Das Symbol muB klar den kirchlichen Dienst zum Ausdruck bringen, es braucht sich dabei aber nicht unbe- dingt an traditionelle, kirchliche Sym- bole anschlieBen. Preise Folgende Preise werden für das neue Zeichen ausgesetzt: 1Preis 5000 DM 2. Preis 3000 DM 3. Preis 1000 DM Diese Preise kommen in jedem Fall zur Auszahlung. Die Jury behalt sich vor, zusatzlich einige Anerkennungs- pramien auszuwerfen. Nutzungsrechte An dem zur Ausführung bestimmten Entwurf erwirbt die ausschreibende Stelle das uneingeschrankte Nut- zungsrecht. Eine Verpflichtung zur Ausführung eines der preisgekrönten und ange- kauften Entwürfe übernimmt die aus schreibende Stelle jedoch nicht. Bei Verwendung eines der angekauf- ten Entwürfe (2. und 3. Preis) wird die Differenz zwischen der Ankaufs- summe und dem 1Preis nachgezahlt. Jury Die Preistrager werden von Sach- preisrichtern und Fachpreisrichtern ermittelt. Die Jury tritt am 16. Juli 1971 zusammen. Als Sachpreisrichter haben sich zur Verfügung gestellt: 1. Bischof Ernst Tewes 2. Oberkirchenrat Hans Schmidt 3. Hans Heigert, Chefredakteur Südd. Zeitung 4. Herbert Kunze, Generalsekretar des OK der Olympischen Spiele 1972 5. Dekan Kirchenrat Georg Lanzen- stiel 6. Pfarrer Richard Kolb Die Fachpreisrichter sind: 1Professor Georg Trump 2. Professor Eduard Ege 3. Hans Kuh, Chefredakteur der Gebrauchsgraphik 4. Ernst Maria Lang, Architekt 5. Walter Baum, Künstl. Leiter der Bauerschen GieBerei 6. Gerhard M. Hotop, Grafik-Design. Die Jury wahlt aus der Reihe der Fachpreisrichter einen Vorsitzenden, der bei Stimmengleichheit zwei Stim- men hat. Die Jury ist beschluBfahig, wenn vier Sachpreisrichter und vier Fachpreisrichter anwesend sind. Teilnahme Es werden alle Künstler, Kunststu denten, Grafik-Designer und Typo grafen der Bundesrepublik Deutsch land zur Teilnahme eingeladen. Entwürfe Die Entwürfe sind in einer BildgröBe von 10 cm (Höhe des Zeichens) auf weiBem Karton DIN A 4 einzureichen. An der unteren rechten Ecke ist eine Verkleinerung des Zeichens auf 15 mm Höhe, positiv und negativ, anzubringen. Die Entwürfe müssen reproduktions- reif ausgeführt werden. Kennzeichnung Der DIN-A4-Karton ist auf der Rück- seite mit einer vierstelligen Zahl zu kennzeichnen. Name und Anschrift sowie Konto- nummer des Einsenders sind einem verschlossenen Umschlag beizulegen. Der Umschlag muB auch eine Erkla- rung beinhalten, daB der Entwurf vom Einsender selbstandig gestaltet wor den ist (Urheberrechtserklarung). Der verschlossene Umschlag muB auBen die Kennzahl tragen. Termin Die Entwürfe müssen bis zum 10. Juli 1971 bei der ausschreibenden Stelle eingegangen sein. Als rechtzeitig eingesandt gelten alle Sendungen, die den Poststempel dieses Tages tragen. Anschrift Die Sendungen sind zu adressieren an: Kirchliche Dienste für die Spiele der XX. Olympiade München 1972, Geschaftsstelle, 8 München 2, Karl- straBe 20. Für alle in diesen Bedingungen nicht ausdrücklich geregelten Fragen ist die Wettbewerbsordnung des Bundes Deutscher Gebrauchsgrafiker maBge- bend. Durch seine Beteiligung erklart sich jeder Teilnehmer mit den vor- stehenden Bedingungen einverstan- den. Die Rücksendung der nicht pramiier- ten und nicht angekauften Entwürfe erfolgt durch die ausschreibende Stelle auf deren Kosten. Wettbewerbsunterlagen können bei der ausschreibenden Stelle angefor- dert werden. 80

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 86