GUTSCHEIN wicklung des Bundesbahnplakats der letzten 15 Jahre. Werner Walz, Die schonen Plakate der Deutschen Bundesbahn. 56 Seiten mit 30 Farbbildern. Boldverlag, Bonn. rh So wirbt Siemens Kommunikation in der Praxis - Wer- bung und Design. Herausgegeben von Dankwart Rost. 362 Seiten mit vielen Abbildungen im Text und 64seitigem farbigem Bildteil. Econ-Verlag, Düsseldorf-Wien. 68 DM. Zum erstenmal legt die Kommunika- tions- und Werbeabteilung eines deut schen GroBunternehmens die Karten often auf den Tisch und zeigt anhand von Zahlen und Beispieien, wie sie konzeptionell und materiell die Pro- bleme der industriellen Werbung und des Design lost. Von der Planung und Finanzierung bis zur praktischen Durchführung und zur Erfolgskontrolle laBt sie den Leser hinter die Kulis- sen blieken und gibt ihm Detailinfor- mationen, wie sie bisher - jedenfalls von deutschen Unternehmen - streng geheim gehalten wurden. Fast 700 Mitarbeiter beschaftigt die Hauptabteilung Werbung und Design der Siemens AG. 26 von ihnen, in lei- tender Stellung mit Kommunikations- aufgaben befaBt, berichten über je- weils ein Thema aus ihrem Aufgaben- bereich. Dabei scheuen die Verfasser sich nicht, auch heiBe Eisen anzupak- ken, wie etwa der Imagekorrektur, der Werbeplanung, der Kosten und des Rechnungswesens, der individuellen Direktwerbung mit Computern. Leider findet der fachkundige Leser in dem Teil des Buches, der sich mit den gestalterischen Problemen der Werbemittel auseinandersetzt - abge- sehen von einigen hervorragenden Fo- tos nur wenig. was unseren heutigen Ansprüchen gerecht wird. Für einen Firmenstil genüqt es nicht, sich auf eine bestimmte Schrifttype, ein Raster- system und eine Farbskala festzule- gen; denn diese Grundlagen können nur als Basis für die gesamte weitere Gestaltung dienen. Gerade Siemens, eine Firma von internationaler Bedeu- tung, sollte sich nicht damit begnügen, lediglich mit technischen Informatio- nen, aber mit völlig unzureichenden Abbildungen zu werben. hk Creativitats-Training In der Reihe Mit dem Wissen auf Du erschien bei DVA der Band Creativitats-Training von Werner Kirst und Ulrich Diekmeyer. Die Auto- ren, beides Diplompsychologen und Leiter des Münchner Teams für Psychologie, Padagogik und Soziolo- gie, wollen das kreative Denkverhal- ten des Lesers stimulieren, ihn zur Anwendung kreativer Ideen in den verschiedensten Problemsituationen anregen. Der Begriff Leserist hier im Grunde eine irreführende Bezeich- nung. Das Buch verlangt intensive Mitarbeit, es setzt die Bereitschaft zum aktiven Mitmachen voraus. Mit der passiv-distanzierten Haltung des Buchkonsumenten ist es hier nicht getan: Wer mitspielt bei den 80 illustrierten Trainingsreihen und den sechs Kreativitatsspielen, muB be- reit sein zu unbequemen Einsichten, zum Verlassen alter, liebgewonnener Denk- und Aktionsweisen. Dafür wird er spielerisch zu neuartigen Denk- kombinationen, zu phantasievollen Assoziationsmöglichkeiten und origi- nellen Lösungsversuchen geführt. Er lernt, sich auf die aufregende Suche nach unentdecktem Neuen in sich und urn sich zu begeben, und stellt fest, daB Offenheit und Vielseitigkeit des Denkens sich mit einigem Training durchaus erlernen lassen. Creativi tats-Training von Kirst und Diek meyer ist die groBe Herausforderung, an sich selbst und die eigenen schöp- ferischen Möglichkeiten zu glauben! Werner Kirst/Ulrich Diekmeyer: Crea tivitats-Training. Die Technik kreati- ven Verhaltens und produktiver Denk- strategien. 128 Seiten, etwa 100 meist farbige Abbildungen, 17,5X24,5 cm. DVA. 19,80 DM. rh Macht und Ohnmacht der Werbung von Howard Luck Gossage, 88 Sei ten mit 15 Abbildungen. Band 2 der BDW-Schriftenreihe Effektive Wer bung Herausgegeben vom Bund deutscher Werbeberater und Werbe- leiter im Verlag Nadolski, Karlsruhe. Kartoniert, Preis 10 DM. Das Wort Image ist in der Wer bung ungemein beliebt, obwohl nicht bei mir. Ich ziehe das Wort Iden- titët vor - was man wirklich ist; wogegen Image nur besagt. wie man anderen scheint Die Werbewirt- schaft war schon immer krankhaft urn das eigene Image besorgt - gröBten- teils. glaube ich, weil sie von ihrer echten Identitat wenig Ahnung hat. - So treffend und von redlicher Selbsterkenntnis getragen wie dieses Zitat aus dem dritten Beitrag des hier besprochenen Bandes war alles, was Gossage an Grundsatzlichem über die Werbung zu sagen hatte. Seine Po sition war zeitlebens die eines unbe- fangenen AuBenseiters. der sich den Sinn für das. worauf es letzten Endes ankommt. nie benebeln lieB und dem - wie es scheint - auf Anhieb Kam- pagnen geraten sind. die von ande ren zwar gern kopiert. aber nie er- reicht wurden. Die Wahrheit aber ist, daB Gossage die Werbung und ihre Aufgabe ungeheuer ernst nahm. Wie ernst, davon zeugt der erste der hier abgedruckten Vortrage. in dem der Autor anhand ausgewahlter Anzei- genbeisDiele darüber berichtet. wie einige seiner erfolgreichen Ideen ent- standen sind. wie sie verwirklicht wurden und welcher Erfolg ihnen be- schieden war. Dieser Vortrag allein, eine Schule schöpferischen Denkens, ist das Erscheinen dieses Buches wert, das im übrigen einen viel bes seren Umschlag verdient hatte, als ihm zuteii wurde. - Im zweiten Vor trag eröffnet Gossage neue Aspekte für die Reisewerbung und den Frem- denverkehr. Im dritten und letzten aber kommt er auf den ungeheuren /chreiber farben /intf Sehr oft brauchen Sie ganz spezielle Farben (z. B. Hausfarben). Die können Sie sich jetzt selbst mit dem neuen edding-Mix-Set zurechtmixen. Praktisch unbegrenzt ist dadurch die Skala der edding Filzschreiber-Farben geworden. Die gemixte Tusche wird einfach in den leeren Halter getraufelt. Sensationell, neu und einfach Der Mix- Set enthalt 6 bunte Farben, aufgebaut auf dem bekannten 12teiligen Farbkreis, sowie ein Schwarz/Grau und einen Verdiinner, 5 ungefiillte Filzschreiber edding 600. 10 Ersatzfilze, 1 Mensurglas, Rübrstock, Pipetten, Gebrauchsanweisung. Das alles für DM 49,55 (ernpf.Verk.-Preis i.d.BRD) exkl.Mwst. edding 600 mix-set Absender für Farbprospekt und Gebrauchsanweisung für den neuen edding 600 mix-set. c. w.edding co 207 Ahrensburg Postf. 1447 97

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 103