trflwfeiftifP&fiv, $ir uiillrti abrr, fn milVr iröifrljf 5 punas' bipfrr^prbrnrljpit mtrD, ïinjimirpinFn^ftii hnlipu una CDrtf iTiinupfr f* Tin^0u$,Rirl]l^tiJTi4|iïfïi^ipd^- Schrift auf alten Grabsteinen Inscriptions on Old Tomb-Stones F j[t'b.{i.2.Hfai i8io, Jpft.il.3.(5pptJ*77. Fotos von Ralph Görtler Photographs by Ralph Görtler HIÉR RUHEN I TOOE WilDER VEREINT iOHANM LUCwif, FRIEDRUH C C THER-LOGL iCHER ST/tlESR >rfl V 17 87 Bis 1810 LANDVOCT D' MARKGP AFSCHAFT HOCHBF.RG, ..EB I.APRil 17 49 •KT.10. ha! 18 2.3* UNO :LN& TFfiüÊ GATTIN Das Gerippe eines Buchstabens, ganz gleich ob lateinisch, kyrillisch, arabisch oder chinesisch, ist unwandelbar wie das des Menschen; erst das Fleisch die Proportionen, Strichstarken, Geraden und Schra gen, Serifen und die Schreibwerkzeuge machen den Stil. Wohl be- stimmten einmal die mittelalterlichen Schreibwerkstatten in Kanzleien und Klöstern und spater, nach Gutenbergs Erfindung, die Schriftkünst- ler und Stempelschneider das Schriftbild ihrer Zeit, aber den anderen, mit Schrift arbeitenden Handwerkern, den Schildermalern, Steinmet- zen, Graveuren und Holzschneidern, blieb genug Spielraum fur Eigen- heiten, von denen uns heute die rustikalen Abwandlungen am reizvoll- sten erscheinen. Verspielte Formen wurden immer wieder kopiert und weitergegeben und behielten, wie auch die von biederen Handwerkern adaptierten Stilelemente der Architektur und der bildenden Künste in jenen Gebieten, wohin der Wind einer geanderten Stilrichtung nicht wehte, noch lange ihren Wert. Vor allem das Barock erfuhr in seiner Grundtendenz oft eine skurrile Bereicherung unter der Hand des klei nen Mannes mit Pinsel, Stichel oder MeiBel, und man sollte das ab- wertende Wort von der Deformation nicht gebrauchen, weil man der Schrift als visuellem Ausdruck der Sprache auch volkstümliche Muta- tionen zugestehen soil. Wir erleben heute eine ahnliche, aber technisch gelenkte Entwicklung der Schrift mit neuen, oft ungewohnten Buch- stabenformen abseits der Setzkastennorm. Die Werbung vor allem 50

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 56