Bewahrte Fachbücher für die Praxis Wahl plakate von Willy Klemz BDW Papier-Herstellung und Formate mit Papiermustern, 12x16 cm hoch, 96 Seiten, neu bearbeitet, 4. Auflage DM 5, Geschichte, Völkerkunde, Expeditio- nen und Erstbesteigungen und eige nen Erlebnissen. Nie ist er dabei lang- weilig, sondern stel It das jeweilige Thema konzentriert und gerafft-inter- essant dar. Wodurch aber der Band seine besondere Note bekommt, sind die oft traumhaft schonen Bilder nicht blob der Landschaft, sondern auch der Kultur- und Kunstgeschichte. Layout und sonstige Buchgestaltung sind vorbildlich und deshalb für den Ge- brauchsgrafiker von besonderem In teresse, jedem aber, der sich nach seinem Shangri la sehnt, sei die- ser schone Band empfohlen. wk DÜRER HEUTE Von Willi Bongard/Matthias Mende, Heinz-Moos-Verlag, München, 1971, 104 Seiten mit 48 Abbildungen im Text und auf Tafeln, 22 X 24 cm, karto- niert, 16 DM. Das eigentliche Problem im Dürer-Jahr 1971 war, einen rechten Mittelweg zwi- schen den Extremen einer popular- nationalistischen Verhimmelung und einer rationalistischen Entzauberung des Meisters zu finden. Dies scheint durch die in Nürnberg gezeigten Aus- stellungen und Veranstaltungen gelun- gen zu sein. In Dürer heute ver- suchen die Verfasser anhand von aus- gewahltem geschichtlichem Material, z. B. aus dem Tagebuch der nieder- landischen Reise, und in der Ausein- andersetzun<g heutiger Künstler mit Die Buchdruck-Klischees 12X16 cm, 134 Seiten, 3. Aufl. DM 8, Die Typographie und die Druckverfahren 12x16 cm hoch, 476 Seiten, reich illustriert, neu bearbeitet, 3. Auflage DM 22,— Dürer ein für uns Zeitgenossen reali- stisches und annehmbares Bild von Dürer zu zeichnen. Diese für manchen schockierende Entzauberung zeigt ei nen sich seines künstlerischen und Marktwertes sehr bewuBten Dürer. Eine solche von heutigen Fragestel- lungen ausgehende Betrachtung er- ganzt zweifellos die Fülle des vorhan- denen Schrifttums nicht unbeachtlich, wenngleich das Buch nur einen Teil- aspekt des umfassenden Phanomens Dürer bringt. Gestaltung und Ausstat- tung der Publikation sind bestens, wer sich für den heute interessanten Dürer interessiert, sollte das Werk zur Hand nehmen. wk Auf Befehl seiner Majestat Schlösser Ludwigs II. Mit der munter fortschreitenden Re- habiiitierung des 19. Jahrhunderts wird der bayerische Marchenkönig Lud- wig II. immer mehr Mode und selbst in Kreisen legitimiert, die über die- sen Wittelsbacher und seine Vorfah- ren vor nicht ailzulanger Zeit die Nase rümpften. Liegt dies vielleicht auch an der gleichen Einstellung und dem ein- deutigen Protest gegen das bürger- liche Establishment von damals und heute? Der urn die Darstellung und Interpretation bayerischen Wesens er- folgreich bemühte und bekannte Schriftsteller Paul Ernst Rattelmülier hat in Zusammenarbeit mit dem Grafi- ker und Fotografen Hans Jürgen Rau Goldene Regeln der Werbung Ein Fachbuch aus der Praxis für dit Praxis, 12x16 cm hoch, 608 Seiteri, reich illustriert DM 24, Markante Firmenzeichen Das Bilderbuch der Signets unserer Wirtschaft, 14,8X21 cm hoch, 116 Seiten DM 8,— in Auf Befehl seiner Majestat Die Schlösser Ludwigs II., Linderhof - Neuschwanstein - Herrenchiemsee (Süddeutscher Verlag, München, 1970, 24 Seiten Text, 12 groBe, ganzseitige Abbildungen, 9 Textabbildungen, 39,5 X 37,5 cm, weiBer Leinenband, 48 DM) aufgrund von zeitgenössischen Quel- len und der vorliegenden Forschungs- ergebnisse knapp und treffend die Geschichte dieser königlichen Bauten geschildert, durch die der Name des Königs Weltruhm bekam und behalten wird. Die groBformatigen, bestens wiedergegebenen Farbbilder dürften noch nirgends so eindrucksvoll publi- ziert sein. Des Königs Liebe zur Kunst, sein Hang zur Pracht, verbun- den mit der echten Leidenschaft, kö- niglich-reprasentativ zu bauen, die Entstehung dieser Schlösser und ihre Künstler bringt Rattelmülier dem Le- ser eindrucksvoll nahe. Der Band reiht sich würdig unter die Bavarica des Süddeutschen Veriages ein. wk Odeon München Wie sehr Kunstübung und -darbietung von den gesellschaftlichen Verhaltnis- sen bedingt sind, ist nicht nur im Be- reich der bildenden Kunst, sondern vor allem auch in dem der Architektur und Musik zu sehen. Heinrich Habei hat konkret und allgemein in Bd. 8 der Neuen Münchner Beitrage zur Kunst geschichte beim Thema Das Odeon in München und die Frühzeit des öffent- Praktische Menschenkunde Das Brevier der chronogenen Charaktertypologie 12X16 cm hoch, 140 Seiten, reich illustriert, 5000 Auflage DM 7, GRYPHUS VERLAG WILLY KLEMZ 3 Hannover 1, Steinmetzstr. 13 lichen Konzertsaalbaus (Verlag Wal ter de Gruyter Co., Berlin 1967, XVI/96 Seiten und 16 Tafeln mit 41 Abbildungen, brauner Leinenband, 48 DM) diesen Nachweis überzeugend erbracht. Das berühmte ludowikiani- sche Odeon, das nicht nur der Auf- führung von Konzerten und der Musik- erziehung (Konservatorium), sondern auch als Gesellschaftsraum mit Fest- saal und Nebenraumen dienen sollte, wird vom Verfasser in GrundriB, Ge staltung, Freskierung usw. eingehend dargestellt und stilistisch analysiert. Der königliche Erbauer hielt es für das glanzendste Werk seines Architekten Klenze, öffentliche Meinung und Land tag waren lange Zeit gegen das Haus, dessen gute Akustik aber nicht be stritten werden konnte. Der Konzert- raum war ein Saulensaal, der Gesamt- bau eine Architektur von monumentaler GröBe, die nicht den Monarchen ver- herrlichen, sondern höheren Ideen und der Allgemeinheit dienen sollte. Habei steiit diesen heute so sehr zurücker- sehnten Bau, der zwarvon behutsamer Hand umgestaltet wurde und in ande- rer Weise verwendet wird, in die all- gemeine europaische Entwicklung des Konzertsaalbaus. Diese Entwicklung kann wiederum nur verstanden werden durch die Mündigwerdung des Bürger- tums, die Entstehung eines kommer- ziellen Musiklebens und der damit gleichzeitig verbundenen Emanzipa- tion der ausübenden Musiker. Nicht zuletzt aber spielt die Hauptrolle der Brillmrtte und profilierte W/edergabe. Ftasches LJ m schil age n. 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Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 89