Wi un/er /crvice befreit /ie von ollen Oruckproblemen t t h thermofol t h e t h CD r t h e r m t h 0 r m O t h e r m O f t h 0 r m O f O t h e r m O f O I - Einschlagen - Verpackungen If/ Glaube an die Musik als der führen- den Kunstgattung, die mit einer ge- radezu sakralen Sphare umgeben ge- sehen wird. Die führende Funktion der Musik als Religion oder Quasireligion dürfte die vielen hervorragenden Kon- zertsaalbauten im Europa des 19. Jahr- hunderts erklaren, wie z. B. im deutsch- sprachigen Raum: das Gewandhaus in Leipzig, die Singakademie in Berlin u. a. Unter diesem Gesamtaspekt ge- winnt die Einzeldarstellung der Münch- ner Situation besondere Bedeutung; die Habelsche Arbeit ist wegen ihrer Sachkunde und klaren Darstellung von dem bekannten Verlag bestens aus- gestattet, ein verdienstvoller Beitrag zum Verstandnis unserer heutigen La ge, die uns neuartige Lösungen wie z. B. in der Philharmonie Berlin oder in der Liederhalle Stuttgart beschert ha- ben. Wer sich für die Zusammenhange der Künste in ihrer jeweiligen gesell- schaftlichen Situation interessiert, wird mit Gewinn dieses Buch in die Hand nehmen und lesen. wk Bogenoffset Rollenoffset Bogenbuchdruck Buchdruckrotation Augsburger Druckhaus GmbH 8900 Augsburg Hafnerberg 2 Telefon 0821/2 67 05 Telex 05 3502 Oberbayerische Trachten Ein hervorragender Kenner bayeri- schen Volkstums wie Paul Ernst Rat- telmüller dürfte sich mit seinem neuen Buch Dirndl, Janker, Lederhosen - Künstler entdecken die oberbayeri- schen Trachten (Grafe-und-Unzer- Verlag, München, o. J. [19701], 147 Seiten, 124 Abbildungen von Kupfer- stichen, Zeichnungen, Aquarellen, einfachen oder kolorierten Stichen, Radierungen und Lithografien und 15 Fotowiedergaben, Querformat, hellbrauner Leinenband, Preis 34 DM) weit über Bayern hinaus uneinge- schrankte Sympathien erworben ha- ben. Das von ihm behandelte Thema mag unseriöse Gemüter zu sentimen talen und unfundierten Darstellungen verführen, unser Autor geht aber mit wohlbegründeten und gut lesbaren Ausführungen sowie unter Heranzie- hung eines selbst für gelernte Bayern zumeist unbekannten Mate rials seinem Thema zuleibe. So zitiert er ausführlich offizielle Geschichts- schreiber der Aufklarung und des 19. Jahrhunderts, wie z. B. Lorenz We- stenrieder, Franz Paula Schrenk, Jo seph von Hazzi, Johann Ludwig von Rheinwald und vor allem den Samm- ler Felix Joseph von Lipowsky. Die auf demGebietder bayerischenTrach- tenerhaltung auch vielen Bayern un bekannten Verdienste des Hauses Wittelsbach, vor allem von König Max II. - der also nicht nur Nord- lichter nach München holte -, des Prinzen (spateren Prinzregenten) Luit- pold von Bayern und der nachfolgen- den Angehörigen des königlichen Hauses, rückt der Verfasser ver- dienstvoll ins Licht. Die interessant zusammengestellte Fülle von Abbil dungen so bekannter Künstler wie Peter von Heb, Ludwig Neureuther, Lorenz Quaglio u. a. sind in ihrer Viel- falt meist unbekannt und sehr auf- schlubreich. Druck- und farbtechnisch sind alle Bilder ausgezeichnet wieder- gegeben und bieten für den Liebhaber 86 A. v. Roeder 8 München 71 Wolfratshauser Strafte 206 Verarbeitung harter Kunst- stoff-Folien und -Platten zu Kalendern - Klammern - Abdeckungen - Rückwande - Tagesanzeiger Büchern Verpackungen - Faltpackungen - Faltschachteln - Faltrunddosen - Falthüllen - Klarsichtpackungen Tiefziehteilen Nahrmittelpackungen Textilpackungen Abdeckhauben Fertigung nach Muster oder Zeichnung Verformung harter Kunststoff- Folien und -Platten A. v. Roeder 8 München 71 Wolfratshauser Strafte 206 und gerade auch für den Gebrauchs- grafiker Anregungen jeder Art. über- trieben bescheiden will der Verfasser, der natürlich auch das schwierige Kapitel der heutigen Trachtenpflege streift, durch seine Hinweise und Bilderzusammenstellung wenigstens einen Beitrag zur Gestaltung einer geschmackvollen Trachtenmode brin- gen. Dem Verfasser wie dem Verlag sei uneingeschranktes Lob für dieses vorbildliche Bavaricum gezolit, dem Band sei weiteste Verbreitung ge- wünscht. wk Land vor den Bergen Benno Hubensteiner, berühmter Ken ner und geschmackvoller Darsteller bayerischer Geschichte und Kultur, hat unter dem Sammeltitel Land vor den Bergen, Essays (Süddeutscher Verlag, München, 1970, 279 Seiten, Ganzleinen, 18 DM) 18 Reden und Aufsatze, zum Teil noch ungedruckt, veröffentlicht. Eindrucksvoll, elegant und wortmachtig behandelt er ver- schiedenste Themen aus der Neuzeit und rückt manche Fehldeutungen, z. B. die der Sendlinger Bauernschlacht, zu- recht; Wissenschaftier, Diplomaten, Herrscher- und kulturelle Persönlich- kelten werden unter neuen Gesichts- punkten gewürdigt. Für die Einheimi- I schen eine Erganzung und Starkung ihres Wissens, für die Fremden eine unabdingbare Information, urn sich besser und bald im Altbayerischen zu akklimatisieren! Eine Sammlung, die nicht langweilt, sondern spüren labt, dab bayerische Geschichte auch in interessanter Form vermittelt werden kann. wk Ein verkannter Bildhauer Der Bannfluch und das intellektuelIe Mitleid von engagierten Bauhaus- anhëngern gegenüber dem 19. Jahr- hundert haben auch einen führenden Bildhauer des ludovizianischen Bay ern lange Zeit nicht richtig einschat- zen lassen. Die Entwicklung der ietz- ten Jahre hat aber dies entscheidend geandert. So hat Frank Otten in sei ner Arbeit Ludwig Michael Schwan- thaler 1802-1848, Ein Bildhauer unter König Ludwig I. von Bayern(Mo nografie und Werkverzeichnis, Bear- beitung des grafischen Werkes von Karl Eidlinger, Prestel-Verlag, Mün chen, 1970, Studiën zur Kunst des 19. Jahrhunderts, Band 12, For- schungsunternehmen der Fritz-Thys- sen-Stiftung, Arbeitskreis Kunstge- schichte, 260 Seiten Text, 144 Seiten Bildteil mit 374 Abbildungen, roter Leinenband, 100 DM) die Mabstabe für diesen Münchner Bildhauer im Verhaltnis zu Thorwaldsen, Schadow und Rauch zurechtgerückt. Schwan- thaler war nicht nur der kongeniale bildhauerische Interpret für die in ei ner Vielzahl von Bauten sich aus- drückende Staatsidee seines könig lichen Bauherm Ludwig I., sondern er gründete auch in der bayerischen Landeshauptstadt eine durch ihre Lei- stung angesehene Bildhauer-Schule. Wie Ludwig I. trotz seiner auberen

Gebrauchsgraphik de | 1971 | | page 92