22 [Forts, von Seite 20] dieser Imagerie sucht, so liegt darin eine deutliche Absicht. Georges Lemoine liebt die unerschöpflichen Möglichkeiten, die in der pragnanten Schwarzweissillustration liegen, und bevorzugt dafür das Medium des Holz- und Linolschnittes. Dabei spielt er mit den beiden ge- gensatzlichen Ausdrucksmitteln des wuchtigen Flachenschnittes und des zarten Linienschnittes. Vielfach erzielt er seine schönsten Wirkungen da, wo er beides kombiniertauf der einen Seite die schwarze Flache, in die negativ eine weisse Flachenfigur, zarte weisse Linien, Schraffuren oder punktuelle Strukturen gelegt sind, auf der andern Seite die als zarter oder kraftiger schwarzer Liniensteg auf dem weissen Grund stehende Zeichnung. Die Formensprache dieses jungen Imagier ist von einer liebenswiirdigen, man möchte sagen raffinierten Schlichtheit, ja 1 1 Primitivitat. Lemoine ist nicht nur ein grosser Bewunderer der alii Imagerie, sondern auch der primitiv-expressiven Holzschnitte Gaugu r und der hilflos-zauberhaften Linolschnitte von Kindern. Er liebt r; Spontane, Zufallige und Improvisierende der Schnittechnik, die n:- wendige Reduktion auf das Einfache, Elementare oder, wie er sa »die Ökonomie der Worte«. Und da er stets seine Holz- und Lin- schnitte selbst ausführt und druckt - gleichgiiltig, in welchem Verfahp sie spater reproduziert werden - hat sein Illustrationsstil nicht nur Qualitaten einer sehr persönlichen graphischen Sprache, sondern an den ganzen Charme des Handwerklichen, damit des Individuellen. li solches Schaffen hat seinen Ort naturgemass vor allem in der Bui- illustration. Aber nicht nur grosse französische Verlage, sondern aui 27 ïïnou monte en haut de la grande Schelle pour êtemare les flammes. Mals la fumêe lui pique les yeux. 11 a peur et va basculer dans Ie vide, Heureusement un petit nuage 'bleu arrive a temps etlerecueille sur son dos Les volla arrivés pres du soieii qui transpire a grosses gouttBS. II est tout heureux de boire leau fraiohe que tui envoie Tinou. 26

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