JEAN L [Continued from page 8] Ah, we shall have every right to be proud of ourselves, of our Nothingness! It would have been comfortable, but it would also have been an avowal of cowardice, to -ettle down in fear and negation. The world is not made by silence and panic. I now come to the second part of the poem: UHomme engloire dans la Paix. Man is made of better and worse parts, but a sharp scrutiny reveals that his roots are bivalent: mud and stars. Wisdom, as you see, watches over him; but wisdom has no validity, nor fertility, till they are made white-hot by goodwill. Dove and Owl are sisters, they share a common destiny. And that is why, flanked by his two tutelary creatures, man is interwoven and infiltrated with leaves and stars, fountains and flames. He rises against a background of radiant glaxies. Everything will be sur mounted in the end, in spite of blood, flight and evasions. UEau et le Feu. Those apparent opposites. Man lives by seeming para doxes, contradictions that are finally resolved. Water and fire. Dominated by us, the water that quenches and the flame that consumes seed the world, fecundate it, make it big with child. Wheat sways under the effort and the earth cracks, falling open to the light; the clouds, woman's flesh, the leafage of oaks and vines, even the stones take on the aspect of fire. The couple has come into being, and efficacy and progeny spring forth. Conquête de l'espace. Sputnik or Observer. Man soars and will soar farther each day in and through sidereal space. The great silence, the spectre of the great spaces peopled by strange lights that travel and blink, will finally cease to haunt men already linked by a higher wisdom, RCAT and one day those who follow us will dismiss it with a smile. At present we are only as far as the prelude, we are exploring thejut- skirts. We can only touch the outer margins of heaven, but with fiver outstretched we can already touch them. We have broached the tfw of the great void and have come back. Come back alive and readfor the repeat performance. May joy be a thing within the reach of man. fat anguish remain, but may confidence be the weapon held firmly ir|ut clenched fists. Champagne. This is the gushing fountain. Wine is nothing, no Jjre than a perverse liquid, if the heart is not its goblet. And here, for tcjiy. the first cycle ends. In Poésie, the poet is present, dominant, flanked by rays of light, to- self fire, progenitor, an archer aiming his arrow at the heart of tbjgs the centre of the circle. I am told that Rainer Maria Rilke was bcr ir the sign of the Archer, Sagittarius That is a coincidence, for even bore I got to know Rilke on the hills of Sceaux and in the gardens of the lite Byron, the archer was always linked with the poet in my mind, witjhi one who finds the target. For some the Zodiac is no doubt a forest tbkh grown with easy tricks, futile deceits and limping symbols. Yet thejai who has eyes and believes and is eager to know finds in these Btng< figures water and earth, vapours and mineralsthese four corners, sulj®< or familiar as you will, in which are enclosed the trusts and the h|es the seeds and the gestures of man who sings with his face to the su;lhi: eyes looking straight ahead into the heart of the light. Jean Ltfa. [Fottsetzung von Seite 12] Rechts von diesem ersten Bildteppich gleitet auf einer Woge das Schiff der Schöpfung. Am Steuerruder steht der Mensch, er di- rigiert, denn von jetzt an ist er zum Beherrscher der Schöpfung gewor den. Ja, er ist der Herr der Schöpfung, steht es doch in seiner Macht, sie zu zerstören... sie zu verseuchen. Noch einmal sei es gesagt: es ist der Mensch, der von nun an am Ruder steht, über ihm aber sehen wir den Auerochsen, das Monstrum, das Schrecken fiber die Schöpfung auszugiessen droht. Daher sind alle Tiere, alle Pflanzen im Schiff bereits angesteckt, stellen- weise fleckig, verwundet. Die ersten Ausbrfiche haben bereits den Himmel gestreift, aber noch ist nichts verloren! Über dem Menschen, in der Nahe des Steuers, sitzt die Eule der Pallas Athene, die Weisheit, die trotz allem wacht. Und daher wird wohl der Mensch, er, der Homo Sapiens hiess, dem Schicksal ent- rinnen, als Toter auf dem ausgeglühten Gestein zu liegen oder, wenn er dem Feuer entrann, verstörten Sinnes zu sein, auf alle Falie aber zu einem Wesen zu werden, das von seinen Führern, seinen Astrologen und Alchi misten gröblich getauscht wurde. Und dabei sind wir hart an der Kata- strophe vorbeigegangen.es gab Hiroshima, es gab Nagasaki. In Hiroshima wurden Menschen zerfetzt, abgehautet wie ein erlegtes Stfick Wild, ausgehöhlt durch die Bombe. Sollte sich Hiroshima wieder holen, dann ware unsere Wfirde nichts als ein Schemen, leeres Gerede, Schwindel. Und gleich wie um den Toten das Fleisch in Fetzen liegt, so ware allesBlumen, Bücher, Denkmaler, der Stolz unserer Kultur, unsere Ideologien, das Kreuz, Sichel und Hammer, Aberglaube oder Vernunft, in Abrede gestellt, verhöhnt. Die Bibliothek von Alexandrien wfirde unter einem Himmel bleiernen Stumpfsinns verbrennen. Die Welt, diese Welt, die wir so zah und hart mit unseren Handen gestalten, diese Welt wfirde angefressen von dem aussatzigen und schielenden Ziegenbock. Und der Rundgesang, der brüderlich hatte sein können, wfirde zum Höllentanz; der Homo Sapiens zu nichts anderem als einem schwach- köpfigen Alchimisten. Damit sind wir bei dem Bildteppich »Das Ende von allem (Fa Fin de Tout) angelangt. Im leeren Raum schwebt weisser, unfruchtbarer Schnee, ein geknickter Stengel, Rauch, der aller Leere preisgegebe is Ach, wir hatten Grund gehabt, stolz auf uns zu sein, auf unser Ni.ts Es ware einfach und ein Zeugnis der Feigheit gewesen, sich mit. en Schrecken und der Verneinung abzufinden. Die Welt aber wird ;:h mit Schweigen und Angsten geformt. Wir kommen zum zweiten Teil des Gedichts: »Die Herrlichkej Ie Menschen im Frieden UFlomme en gloire dans la Paix). Der MncI ist aus dem Besten und dem Schlechtesten gemachtwer es aber veritht ihn richtig zu erfassen, erkennt die Zweiwertigkeit seiner Wur|ln Schmutz und Licht. Dass doch fiber ihn die Weisheit wache, diepe erst durch die Herzlichkeit ihren Wert und ihre Fruchtbarkeit efiit Taube und Eule sind Schwestern, ihr Schicksal ist gemeinsam. Rie besteht der Mensch, beschfitzt von diesen beiden Tieren, aus Blkn und Sternen, aus Quellen und Flammen. Er hebt sich von einem H ei grund strahlender Sternennebel ab. Alles wird fiberwunden trot:de Blutes, der Angste und der Flucht. »Wasser und Feuer (L'Eau et le Feu). Die scheinbaren Gegenjpe Der Mensch lebt von scheinbaren Paradoxien, von Gegensatzen, di-ic. aufheben. Das Wasser und das Feuer, das Löschende und das sichiet zehrende, sie beide schaffen die Welt, nahren, befruchten sie. Der \X 'c: wiegt sich unter ihrem Einfluss, die Erde bricht auf, öffnet sich dem III die Wolken, das Fleisch der Frauen, das Laub der Eichen und der R en- die Steine selbst werden feuerartig. Das Paar hat Gestalt angenorie.'- und erfreut sich seiner Kraft und einer reichen Nachkommenschafi »Eroberung des Raumes« (Conquête de l'espace). Sputnik odei )b server. Taglich erhebt sich der Mensch mehr und mehr im und jrc den Sternenraum. Eines fernen Tages werden die scheinbar uneir er in Wirklichkeit aber bereits durch die Vernunft geeinten Menscheile: Schrecken belacheln, den wir Heutigen über die grosse Stille, die wtei Raume mit ihren fremdartigen, wandernden und blinkenden Licjer empfinden. Wir stecken noch in den Anfangen, wir erforschen erst die G nj bezirke. Wir berühren erst den Saum des Himmels, aber wir berirc ihn immerhin schon mit den Fingerspitzen. Wir haben das Grauejde

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