VJ111 I I III I GEM— 95 i T'demarks. A handbook of international designs. By Peter Wildbur. Published by Studio I 'a, Londonand Reinhold Publishing CorporationNew York. 12 s. 6 d.j 2.2;. Un- pfcntious but well-designed, functional and intelligently put together, this little A hïlbook entirely fulfils its purpose, yet it prompts one to wonder, as one puts it down, iv so little has so far been made of the subject. For the trade mark is, beyond doubt, >r oi;of the fields in which the modern graphic designer really shines. The creation of sjfeols seems to be one of the talents of our own rational and rationalizing age. The B talis rarely a simple onenot only should a mark contain the very essence of a com- p/s business and philosophy, providing a hook on which the many aspects of a cc'orate identity may hang; it must also satisfy all sorts of special requirements, from 1 si bility for television to ease of reproduction on wood or metal or what-have-you. T'growing ability of the designer to resolve technical problems, the severe standards ol-xuracy and functional correctness derived from Swiss and other sources, and a 1 cacity for developing imaginative responses out of intractable material equip him i usually well for the task of putting a whole complex of concepts and qualities into ttt most concise and memorable form. Among the 256 trade marks shown here with :t bf credits and explanations, many are highly satisfying solutions to exacting problems, artome come near to being a tour-de-force. One misses, perhaps inevitably, some of 01$ favourites, but is rewarded by others previously unknown and hardly less success- tuHowever strict the rules and however narrow the radius of action may be, alert dt ;ners throughout the world are still finding new short cuts to the point where the r la! of meaning and aesthetics meet. Which is what makes this book not only a useful tc but a source of considerable optical and intellectual pleasure. c T> Photographer's Eye. By John S^arkowski. Published by The Museum of Modern Art A York. S 7.77. - 'We photographer's, said Cartier-Bresson, quoted in this book, d in things which are continually vanishing, and when they have vanished, there is nontrivance on earth which can make them come back again.' Right as this dictum is should not blind us to the fact that, before the advent of photography, there was <nc ven a contrivance that could record things before they vanished. The artist's pen ot-ush was too slow, too inaccurate, too subjective. The camera suddenly made it p< ble to preserve the past, to pot the fleeting moment. Or so it was believed. But 1 as'e photographer began to explore his medium, a new revelation began to dawn •1 a 'elation which has not really sunk in even today, to which mankind still puts up 1 a iacious and desperate resistancethe fact that there is not one truth, but always a m iplicity of truths. The camera records only one truth, which is fixed by the detail j it produces from the space-time continuum, by the frame it arbitrarily imprisons its 1 su :ct in, by the moment of time it picks to strike and by the vantage point it chooses. hEji of these criteria forms one chapter of this excellent book, which admittedly leads :uy the eye but is in reality an excursionand an intriguing oneinto the philosophy 2 oliotography. wDIgn with Type. By Carl Dair. University of Toronto PressToronto. 7. 7 0. - The first 1 eon of this book appeared in 1952, and many designers and typographers will be cfa iar with it. Since much of the text in the present edition has been rewritten, how- they may well find it well worth their while to renew their acquaintance with it, es iially as it now deals with recent trends and includes in its survey the major techno- d lojal changes that have taken place in typesetting in the last ten years or so. To the order, on the other hand, typography may often seem a rather dull and dusty sub- leiAnyone who shares this view can only be urged to get hold of a copy of this book. .irinative and intelligent, it makes typography come alive and reveals a hundred as::ts and potentialities of lettering that the typographically uninitiated may have rlm.':d. The text is admirably clear and stimulating, and the 150 or more examples of crave typography are very aptly chosen. 1 SpjiEN UND SEINE Kunstschatze von Karl V. bis Goya. Einleitung von F.J. Sanchez Can, Text von A.Cirici-Pellicer. Sammlung: Die Kunstschatze der Weltbegriindet und msgegeben von Albert Skira. Alleinvertrieb: M. Weber Cie., Kunstbiicher, Genf. 241 J Set, 120 Illustrationen, davon 87 in Farben. Preis: Ganzleinen DM 120.-. Dieses Buch soiicht eine eigentliche Geschichte der spanischen Kunst sein, sondern vielmehr die -:deinnes, den Spanien seiner Kunst gab. Es ist die Geschichte eines Lebensgefühls, 2 eir schöpferischen Sensibilitat. Für den spanischen Künstler - Bildhauer, Maler, uAiitekt oder Goldschmied - gab es zwei grosse Machte: die Krone und die Kirche. J&.Auftrag war, der Prachtliebe des Königs Ausdruck zu geben und die Strenge dedrchlichen Macht zu verherrlichen. Im 16. Jahrhundert entstand in Spanien eine Ibacke Kunst eigener Pragung, die dann im 17. Jahrhundert einem künstlerischen 3 f!i smus wich, der die naturgetreue Wiedergabe nicht nur auf das Körperliche be- :sdnkte, sondern auch das Geistige erfasste. Eine Besonderheit des damaligen spa- niiien Realismus war auch die humoristische, manchmal fast burleske Behandlung 3denythologischen Themen. Viele Künstler huldigten einer Vorliebe für das Volks- tü iche, ja sogar für das Gewöhnliche. Daneben gibt es aber auch Werke aus jener 'it aus denen eine berechnete theatralische Absicht zu erkennen ist. Auf dieses lfso-iannte «Goldene Zeitalter» folgt das «Silberne» mit seinem Zauber der Auf- Ujing, der sich jedoch nur im Schatten der königlichen Gemacher entfalten konnte trnrom Geist der Auflehnung Goyas bedroht wurde. Die schonen Reproduktionen vqGemalden, Skulpturen, Gebauden und Goldschmiedearbeiten dieses Ende 1965 pu zierten Skira-Bandes vermogen ein interessantes Bild zu vermitteln über das éktfilerische Schaffen dieser bedeutendsten Zeit in der Geschichte Spaniens. Die Ein- führung sowie die in drei Hauptkapitel (Der Prunk der Eroberer - Das Goldene Zeitalter - Das Silberne Jahrhundert) aufgeteilten Texte wurden von bedeutenden Kennern spanischer Kunst geschrieben und geben einen ausgezeichneten Überblick über die Kunst von Karl V. bis Goya. Muster und Form. Sehen und Versteken. Von Kurt Rowland. Aus dem Englischen iiber- tragen von Antje Pehnt. 132 Seiten mit 447 Abbildungen. Format 20X27,) cm. Linson- einband. SFr. 27.70. Wer unsere Umwelt kritisch prüft, wird mit Bedauern feststellen, dass es mit der guten Form nicht zum besten steht. Hassliche Industriebauten, un- organische Wohnsiedlungen oder Kitsch beherrschen zumeist die Szene. Wie kam es zu dieser Entwicklung und wodurch ist eine Besserung einzuleiten? Rowland gibt mit seiner reich illustrierten Muster- und Formlehre die Antwort auf diese aktuelle Frage. Naturmuster und -form werden an vielen Bildbeispielen sichtbar gemacht und ihre Anwendung an den - vom Menschen geschaffenen - Formen und Mustern bewiesen. So wird deutlich, dass sich Naturform und vom Menschen geschaffenc Form gegenseitig durchdringen müssen, wenn ausserste Zweckmassigkeit und Schön- heit zur Einheit finden sollen. Rowland vermittelt neue Erkenntnisse in die ursach- lichen Zusammenhange und zeigt damit einen möglichen Weg aus der Disharmonie der Formenwelt heute. Dem Kunst- und Werkerzieher wie dem Schüler wird »Muster und Form« gute Dienste leisten. Meister der Kartographie von Bagrow-Skelton. Safari-VerlagBerlin. 774 Seiten, 22 Farbtafeln und 118 Tafeln in Kunstdruck, 77 Karten im Text. Leinen DM 78.-. Dieses Handbuch für die Geschichte der alten Kartographie mit seiner umfassenden Dar- stellung und dem reichhaltigen Material dürfte zurzeit wohl einzigartig sein. Alte Landkarten sind schon um der geistigen Leistungen ihrer Schöpfer wegen seit langem in den Rang der Kunst erhoben worden, und die farbenprachtigen Kulturdokumente, wie sie dies Buch ausgewahlt hat, haben ihren besonderen asthetischen Reiz. Es um- fasst die Entwicklung der Kartographie bis etwa zum Ende des 18. Jahrhunderts. Als Nachschlagematerial bietet das Buch ein Verzeichnis der 1291 wesentlichen Karto- graphen mit Daten und Werksangaben, dazu eine neue Bibliographie über Werke zur Kartographie in allen einschlagigen Sprachen und schliesslich ein sehr ausführliches Sachregister, das ein Arbeiten mit diesem Buch erleichtert. Das bedeutende Werk beruht auf der Arbeit von Leo Bagrow, Herausgeber von Imago Mundi, der mit 73 wissenschaftlichen Werken die Kartographie bereicherte, und auf der neuen Mitarbeit von R. A. Skelton, der als Superintendent im British Museum das Kartenarchiv leitet. Typographie. Ein Gestaltungslehrbuch von Emil Ruder. Verlag Arthur Niggli, Teufen AR, Schweiz- 274 Seiten, reich illustriert. Preis Fr. 76.Ein Buch nicht nur für Typographen, sondem für alle jene, die an zeitgemasser Typographie interessiert sind. Es zeigt in 19 reich illustrierten Kapitein (in deutscher, englischer und französischer Sprache) die vielfaltigen Möglichkeiten zu einem bewussten Einsetzen typographischer Mittel. Die zeitgemasse Typographie beruht nicht in erster Linie auf dem originellen Einfall, sondern vor allem auf dem Lernen und Erkennen der grundlegenden und wesentlichen Gesetze der Form und dem Denken in Zusammenhangen. Dadurch soli die heutige Typographie vor sturer Schematik und Einförmigkeit bewahrt bleiben, sowie vor eigenmachtigen Interpretationen, die der reinen Typographie in ihrer Eigengesetz- lichkeit nicht zustehen, im Gegensatz zur freieren Anwendung typographischer Mittel in der Gebrauchsgraphik. Der Autor möchte in seinem Buch die Erkenntnis fördern, dass das gut gestaltete Druckwerk auf Wissen, Erfahrung und Überlegung beruht. Er ist überzeugt, dass das Wissen um den Aufbau eines Druckwerkes ausschlaggebend ist für das Endergebnis jeder typographischen Gestaltung. Paul Flora. Königsdramen. Vorwort von Ernst Schroder. Diogenes Verlag. 44 Blatter. SFr. 28.-. In 44 höfischen Szenen gelingt es dem Künstler Paul Flora mit suggestiver Kraft, ein wahres Welttheater vor dem Beschauer erstehen zu lassen. Seine Könige und Königinnen, Kardinale und Bischöfe erscheinen nicht als wahre Würdentrager, die ihr Amt im Bewusstsein höchster Verpflichtung tragen, sondern als menschlich - allzu menschliche Gestalten in Brokat und Purpur, Hermelin und Goldkrone, Tiara und Helmbüschen. Doch sind ihre Blossen und ihre Schwachen nicht mit Hass oder Verachtung oder in heftiger Anklage gezeichnet, sondern immer mit einer gewissen Zartlichkeit parodiert. Und Floras Parodien sind immer voller Esprit, Geschmack und Diskretion. Nie wird ein giftigböser Hohn aus seinen Zeichnungen sprechen, nie eine beissende Ironie, sie enthalten stets nur einen Zug ins Groteske, auf graziöse Art Lacherliche und sind immer geistreich. Sie rufen im Beschauer ein Lacheln hervor, nie ein schallendes Lachen. Flora beginnt unter den jungen Karikaturisten eine Stellung einzunehmen, die gespannter Aufmerksamkeit würdig ist. Das vorliegende Buch ist eine neue Bestatigung dafür und beweist, dass die Karikatur eine legitime künstlerische Aussage zu sein vermag. Deutsche und Böhmische Tafelbilder des 13.Jahrhunderts in ungarischen Museen. Von Janos Végh. Corvina Verlag, Budapest, 1767. 48 farbige Bildtafeln. - Bei den im Budapester Museum der Bildenden Künste und im Christlichen Museum Esztergom verwahrten Tafelbildern handelt es sich ausnahmslos um Altartafeln, wie sie im 13. Jahrhundert fast ausschliesslich gemalt wurden, wenn auch um diese Zeit schon die ersten Bildnisse und vereinzelt weltliche Allegorien vorkommen. Die in diesem Buche abgebildeten spatmittelalterlichen deutschen Tafeln geben einen Überblick über die Entwicklungsphasen der Malerei im 15. Jahrhundert. Fast alle wichtigeren Schulen und Stilrichtungen sind vertreten, besonders reich ist der Beitrag Österreichs. Auch drei im Budapester Museum der Bildenden Künste befindliche Werke böhmi- scher Meister wurden einbezogen, da diese einen wichtigen Beitrag leisteten zur

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