lï IJ photographic 9 rue des beaux-arts paris 6e tél. 326.93.83 a collection of world renown, high quality, photographic documents, in black and white, and in colour, on art, history, architecture, archeology... DER KALENDER ALS WERBEMITTEL BAUZAUNE - EIN NEULAND FÜR GESTALTER lo p m Ul ;fr jJx remains a medium that offers a scope hardly found elsewhere, a field of untrammelled creativity such as is equalled only by the Christmas or New Year's card, where the scale is generally much more modest. [Fortsetzjing von Seite 541] also an Orten, wo sie das eigentliche Zielpublikum bestenfalls streifen; denn viele Chefbüros sind heute so gestaltet, dass sie sich mit der Gestaltung der meisten Kalender nicht mehr vertragen. 1st denn also der Kalender als Werbemittel tot? Nun, in unzahligen Fallen war er wohl kaum je ein taugliches, sondern bestenfalls ein ver- meintliches. Und die Firmen, die den Kalender bewusst pflegen, dürften ohnehin wissen, was für ein vitales und potentes Beeinflussungsinstru- ment sie mit einem Extraaufwand an Nachdenken, Können und Kosten einsetzen. Und für Graphiker, Photographen und Typographiker sind - per definitionem - gute Kalender eine Aufgabe, deren Entwicklungsspiel- raum nicht selten die üblichen Grenzen sprengen darf, also ein Tummel- platz entfesselter Kreativitat, wie er sich in der Gebrauchsgraphik viel- leicht nur noch - meist in bescheidenerem Rahmen - bei Weihnachts- und Neujahrskarten anbietet. THE CONSTRUCTION BARRIER AS A DESIGN MEDIUM [Continued from page 510] construction is evident on almost every downtown block, without having to look at a dilapidated fence. People have to walk past this site every day for two years, and John Chase of Trans- america and I want to make it as pleasant for them as possible.' The barrier takes the form of a covered, railed-in walkway which 576 protects pedestrians from the rain but which, without some enlivening visual treatment, would have been endlessly dull, not to say claustropho bic. Berman's solution to the problem was to cover the walls with infor mation about the new building (called The Pyramid) and to alternate his type matter with illustrations and io-foot-square enlargements of construction scenes and city views, the latter protected by plexiglas. Specially recessed areas are provided with round observation holes so that passers-by can watch the work in progress without causing ob struction. On the side of the barrier which skirts an avenue of early San Fran cisco buildings, Berman has painted rows of trees along the fence to harmonize with the old-world atmosphere of the street. In winter the painted trees are bare; but in spring leaves are added, and in autumn they change their colour to suit the season. The roof over the walkway has also come in for some remedial cosmetics. A structural pattern of recesses rings the changes on no less than 32 colours, and the rainbow effect is enhanced at night by attractive light fixtures. It seems not improbable that Jerry Berman's experiment is an early example of a new visual communications medium, a new field of endeavour for the graphic designer. In the age of the population ex plosion, when nothing is constant but change and the life of buildings grows shorter and shorter, construction sites are becoming a permanent feature of the city scene. They will have to be integrated into our environ ment better than they have been in the past, and this will give the designer a chance to prove that good fences can make something more than just good neighbours. [Fortsetzung von Seite j 11] die in Grossstadten stehen, sind Schandflecke. Der Öffentlichkeit werden durch Bauarbeiten ohnehin genug Unannehmlich- keiten zugemutet - vor allem hier in San Francisco, wo fast in jedem Hauserblock des Geschaftsviertels Neubauten entstehen - so dass man ihr nicht noch verwahrloste Bretterverschlage vor die Nase setzen sollte. An unserer Baustelle müssen die Leute zwei Jahre lang taglich vorbei- gehen, daher beschlossen John Chase von der Transamerica und ich, ihnen den Gang so angenehm wie möglich zu gestalten.» Die Bauabschrankung hat die Form eines gedeckten, mit einem Ge- lander versehenen Laufganges, der den Fussganger vor Regen schützt, der jedoch ohne visuelle Auflockerung entsetzlich eintönig gewesen ware, ja sogar Klaustrophobie hatte erzeugen können. Berman löste das Problem, indem er auf den Wanden Auskünfte über den Neubau («die Pyramide» genannt) gab und den Text mit Illustrationen durch- setzte. Dazu kamen noch Vergrösserungen von je ca. 9 m2 von Bau- szenen und Stadtansichten, die durch Plexiglas geschützt wurden. Ein- zelne Nischen weisen runde Gucklöcher auf, so dass man sich dort auf- halten und die Bauarbeiten verfolgen kann, ohne den Vorübergehenden im Wege zu stehen. Wo sich die Abschrankung langs einer Strasse mit Baumen und alten Gebauden hinzieht, malte Berman Baumreihen auch auf die Bretter- wand, um sie mit der Altstadt-Atmosphare in Einklang zu bringen. Im Winter sind die gemalten Baume kahl, im Frühjahr werden Blatter hin- zugefügt, die dann im Herbst ihre Farben wechseln. Auch das Dach über dem Laufgang wurde in die Gestaltung einbezogen. Der ganzen Lange nach reihen sich Vertiefungen aneinander, die mit insgesamt 32 Farbtönen ausgemalt sind; diese Regenbogen-Wirkung wird nachts noch durch attraktive Beleuchtungskörper verstarkt. Es ist durchaus möglich, dass Jerry Bermans Experiment als frühes Beispiel für ein neues visuelles Kommunikationsmittel gelten kann, für einen neuen Aufgabenbereich des Graphikers. Im Zeital ter der Bevöl- kerungsexplosion, da nichts dauerhafter ist als der Wechsel und auch ;»or t pij \L 03 'cJf! 3 1

Graphis de | 1971 | | page 94