Un nouveau parfum est né ACGüA COME EVASKDNE Photographers Photographen Photographes: 19) 20) G. THOMAS/l. ZANARDI 21) IRVING PENN Designers Gestalter Maquettistes 19) 20) TITTI FABIANI 21) IMPACT Agencies Agenturen Agences: 19) 20) B COMMUNICATIONS, MILAN 21) IMPACT SA, PARIS 19) 20) Illustration and complete double-spread advertisement for Galitsyne cosmetics, here for a cleansing facial treatment. 21) Double-spread magazine advertisement for a Rochas perfume. Yellow bottle. 19) 20) Illustration und vollstandiges doppelseitiges Inserat für Cö/zV^/w-Kosmetika, hier für eine Gesichtsreinigungsmilch. 21) Doppelseitiges Zeitschrifteninserat für ein Parfum von Rochas. Gelbes Flacon. 19) 20) Illustration et annonce double page correspondante pour les cosmétiques Galit^ine, ici pour un lait démaquillant pour le visage. 21) Annonce de magazine sur double page pour un parfum Rochas. Flacon jaune. r-len letzten zehn Jahren hat mich neben dem «concerned photogra- Llier» in erster Linie der Werbephotograph interessiert, weil er in die- e- Jahrzehnt der Motor für die Entwicklung zur Farbe hin gewesen ist. i der Photographie blieb uns die Farbe bis zum Anfang der sechziger iafe im wesentlichen vorenthalten. Die einen begründeten dies damit, ia!weder die Reproduktionstechnik noch die Farbphotographie schon -u>reiter Front die Farbqualitat bieten konnte, die uns Farbaufnahmen Uiiltige Wiedergabe der farblichen Wirklichkeit erscheinen lasst. Ein .kisches Beispiel für diese Ansicht ist Henri Cartier-Bressons Abschnitt th die Farbe in seinem Vorwort zu dem Buch Decisive Moments (1952). Mere wiederum sprechen von einem Vorurteil gegen die Farbe, was c'ihnen bis in die erste Halfte des neunzehnten Jahrhunderts zurück- tplgt wird, als der französische Maler und Modepapst Jacques-Louis d sich eindringlich gegen leuchtende Farben wandte. Last but not least ist es auch verstandlich, dass jemand, der mit viel Mühe die Schwarz- weissphotographie gemeistert hat, sich nicht immer gern neuen Proble men und neuen Techniken stellt. Sei dem wie es wolle, die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeigt meines Erachtens klar, dass in absehbarer Zeit die Farbphotographie die Schwarzweissphotographie fast ganz abgelöst haben wird. Diese Er- kenntnis leugnet selbstverstandlich nicht, dass die Schwarzweissphoto graphie, die Cartier-Bresson eine Deformation, d. h. eine Abstraktion nannte, sich gerade wegen dieser Abstraktionsmöglichkeit einen gewissen künstlerischen Spielraum für ihre Weiterentwicklung hat sichern können. Dies zeigt besonders deutlich die Renaissance einer surrealistischen Photographie in den USA. Als Betrachter der photographischen Szene hat mich fasziniert, wie sehr die Werbephotographie die treibende Kraft der Entwicklung zur 1 Audace Parfum* 1 Kuch** l'hsivemetit chez les dèpositaires officiels Rochas. 485

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