©fflrnte Modezeitschriften, in denen im Gleichschritt mit den Farb- nz|;en die redaktionellen Seiten immer farbiger wurden, wobei Fo|eJ House and Garden, Glamour und Harper's Bazaar bereits -or infundzwanzig Jahren auf dem Sektor Farbphotographie Hervor- ilv.jgdes geleistet haben. - A li weiterer Punkt, in dem die Werbephotographen Schrittmacher :«en sind, ist ihre Experimentierfreudigkeit. Neue Farbeffekte als niifttksamkeitssteigernde Elemente einer Anzeige gaben und geben asnatritten wichtige Impulse in der Entwicklung der Farbphotographie. 1 von der wirtschaftlichen Bedeutung her nur kleines Gebiet sind jibe lijahrlich in immer grösserer Zahl hergestellten Werbekalender. ijd ibeiuch hier kann man für das letzte Jahrzehnt eindeutig einen Wechsel onxhwarzweiss zur Farbe feststellen. Die mit Hilfe der Farbphoto- Irape gestalteten Wandkalender zeigten, wie stark die Farbe die Auf- iieramkeit steigern kann. Dieser Einsicht konnten sich die Kalender- erger nicht verschliessen, und obgleich die Kosten für den Farbdruck auerlegern grosse Probleme aufgeben, kann man von Jahr zu Jahr, escjders in Deutschland und Japan, ein Zunehmen der farbphoto- v.p.sch gestalteten Kalender feststellen. Lsen Sie mich zusammenfassenDie Entwicklung zur Farbe ist in :n;:zten fünf Jahren unaufhaltsam vorangegangen. Als Walter Herdeg für die photokina 1968 eine Ausstellung von grossformatigen Vergrösse- rungen von Farbphotos aus Anzeigen zusammenstellte, war diese Schau noch Anlass zu leidenschaftlichen Diskussionen über den Platz und den Wert von Schwarzweiss und Farbe. Heute sieht man, abgesehen von den künstlerischen Aufnahmen, für die gerade die Abstraktion ein wichtiges Gestaltungsmittel ist, dass die Schwarzweissphotographie fast nur noch ein Behelf überall dort ist, wo es technisch oder finanziell noch nicht möglich ist, farbige Aufnahmen zu verwenden. Das grösste Feld für Schwarzweiss ist heute noch die Tageszeitung, wo eigentlich bislang nur mit Hilfe einer Tiefdruckbeilage dem Farbphoto Einlass verschafft werden konnte. Doch scheint sich auch hier ein Wandel anzubahnen. Es zeigt sich bereits ein zunehmender Trend, über das preiswerte Rollen- offsetverfahren der Farbe den Weg in den aktuellen Teil der Zeitung zu bahnen. Der Anfang ist wie bei den Illustrierten auch hier mit den Anzeigen gemacht. Die Werbung ist wieder Schrittmacher; sie schreit geradezu nach der farbigen Zeitung. Zunachst sind es die ganz grossen, finanziell abgesicherten Verlagshauser, die ihre Druckereien mit Mil- lionenaufwand umstellen. Im übrigen ist dieTatsache, dass vielePboto- zeitschriften heute noch mehr Schwarzweiss als Farbe bringen, im Grunde genommen nur eine Kostenfrage. Den modernen Photographen bleibt also nichts anderes übrig, als Farbe zu bekennen. Art Directors Directeurs artistiques: 30) JEANLOUP SIEFF 31) JEAN-PIERRE MONTAGNE/ MAURICE CORIAT 32) 33) JOE TAVERONI Publishers Verleger Editeurs: 30) VINGT ANS, PARIS 31) ZOOM, PARIS 32) 33) DOWNE PUBLISHING CO. 491

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