8 mm ;:i3chnik+Creation H w. Y< ,!li 1. techn. Faber-Castell-Zeichenwettbewerb i [Herbst 1971 hatte die Firma Faber-Castell in Stein bei Nürnberg :n ersten technischen Zeichenwettbewerb «Technik Creation» ischrieben. Das Besondere dieses Wettbewerbes: Als Gestaltungs- ioifl sollten anstelle der herkömmlichen Malelemente Tuschezeichner v Ü11 <arbe verwendet werden. Der Wettbewerb bestand aus zwei unab- l' aü gen Teilgebieten«Exaktes technisches Zeichnen» und «Kreatives L«;a.e lten». Die erste Aufgabe bestand darin, eine gegebene geometrische -sb m aus der griechischen Antike mit demTuschezeichner in drei Strich- vaaMlton nachzüzeichnen. Im Gegensatz zu dieser Genauigkeitspriifung ajiawsafie zweite Wettbewerbsaufgabe eine Flerausforderung an das Gestal- .cormrtjjvermögen. Es ging darum, die Formelemente der vorgegebenen n is tj frei zu verandern und neue Kompositionen zu schöpfen. Die Teil- ferer benutzten auch die Dreidimensionalitat, um Formen und Flachen Der Jury gehörten an: Roland Graf von Faber-Castell; Erhard Sattmann (Generaldirektor Faber-Castell); Prof. Huf (Staatliche Fachhochschule für Maschinenbau und Bautechnik, Konstanz); Prof. Wendland (Kunst- akademie Nürnberg)Prof. Fick (Fachhochschule Nürnberg)Curt Heigl (Direktor der Kunsthalle Nürnberg). - Preistrager «Exaktes technisches Zeichnen» (je DM 1000.Heinz Kampowski, Kippen- hausen; Hartwig Doden, Heidmühle; Monika Hermann, Wermels- kirchen; Gerd Hoffmann, Berlin; Günter Wichtermann, Schweinfurt; Norbert Schmitt, Nürnberg; Wolfgang Thielen, Trier; Dow Engsuwan, Coburg. «Kreatives Gestalten»: Oskar Petranek, München; Walter Schütz, Bietigheim; Klaus Lehnert, Oberissigheim (je DM 1000. Helga Pantke, Remscheid; Marian Balcerek, Krotoszyn, Polen; Klaus Winkler, Pforzheim (je DM 500.HeinSchaad ,'irlingsvoll darzustellen. Der neuartige Wettbewerb lockte Angehö- igrerschiedenster Berufe: Lehrlinge, Schüler, Studenten, technische ieiner, Techniker, Ingenieure, Architekten, Padagogen, aber auch ektarinnen und Hausfrauen sandten Arbeiten ein. e rund 1500 eingesandten Zeichnungen aus West- und Osteuropa eiga eindrücklich, wie vielfaltig die Grundfiguren einer technischen leiinung im Formenspiel zu verwenden sind; sie beweisen aber auch, afiirsprüngliche Kreativitat in der Verbindung Technik-Kunst auf Lek Ebene möglich ist. Über 500 ausgewahlte Arbeiten wurden vom I-zo. August 1972 in der Nürnberger Norishalle ausgestellt - tech- isqgraphische Kreationen, deren kompositorischer Aufbau vom ereichtum zahlreicher Wettbewerbsteilnehmer Zeugnis ablegen. - 1) Diese geometrische Figur aus der griechischen Antike war Ausgangspunkt des Wettbewerbes. 2) 3) Eins preisgekrönte Komposition und deren Konstruktionsschema von Klaus Lehnert. Faber-Castell, makers of drawing equipment, recently organized a design contest ^whereby a geometric figure from Greek antiquity (fig. i) had to be, in one category, redrawn exactly by use of a technical drawing pen and, in a second category, elaborated upon by designing a com position consisting of the basic form elements found in the figure. Shown here is one of the prize- winning designs by Klaus Lehnert (fig. 2) and the construction scheme used for his pattern (fig. 3). Five hundred of the best entries were exhibited in Nuremberg in August 1972. Faber-Castell, le fabricant bien connu de matériel de dessin, a récemment organisé un concours de dessin. II s'agissait, d'une part, de redessiner avec précision a la plume une figure géométrique empruntée a l'antiquité grecque (fig. 1) et, de l'autre, de réaliser une composition libre sur la base des éléments formels contenus dans cette figure. Voici l'un des travaux primés, par Klaus Lehnert (fig. 2), et le schéma de construction utilisé pour ce dessin (fig. 3). Les cinq cents meilleurs envois ont été exposés a Nuremberg en aoüt 1972. 527

Graphis de | 1973 | | page 93