HELVETIA HELVETIA 1959 •10) Stamps for special occasions: i) opening of the Swiss Transport Museum in Lucerne; 2) ■itenary of the first International Postal Conference; 3) Leuk satellite station (parabolic mirror); 4) - mnaestrada in Basle, 1969; j)—8) four values of a jubilee series issued in 1948, here for Johann tdolf Wettstein, Neuchatel Castle and the founding of the modern Swiss Confederation; 9) an j-icultural exhibition in Lucerne, 1954; 10) a car show in Geneva, 1955. i-10) Briefmarken für verschiedene Anlasse: 1) Eröffnung des Verkehrshauses Luzern; 2) Hun- •tjahrfeier der etsten Internationalen Postkonferenz, Paris, 1863; 3) Satelliten-Bodenstation Leuk; teymnaestrada Basel, 1969; ;)-8) vier Werte aus einer 1948 herausgegebenen Serie Jubilaums- 'Srken, hier für J. R. Wettstein, das Schloss Neuenburg und die Gründung des Bundesstaates; 9) Jandwirtschaftliche Ausstellung in Luzern, 1954; 10) den Automobilsalon, Genf, 195 5. 110) Timbres spéciaux: 1) inauguration du Musée suisse des transports a Lucerne; 2) centenaire de la première Conférence postale internationale; 3) station de satellites de Leuk (antenne parabolique); 4) Gymnaestrada de Bale, 1969; ;)-8) quatre valeurs d'une série commémorative de 1948, ici pour J.F. Wettstein, le chateau de Neuchatel, la fondation de la Confédération suisse moderne; 9) une exposition agricole a Lucerne, 1954; 10) le Salon de l'auto de Genève, 195 5. INTERNATIONAL DE L'AUTO MO BILE HELVETIA pi s gibt kaum eine Aufgabe, die an den Gestalter subtilere Ansprü- Cj che stellt als eine Briefmarke. Versucht man den Zweck dieser iinen Drucksache zu definieren, so konstatiert man zunachst, dass sie den Wertzeichen gehort. Also eine minimale Banknote, eine zum iraus bezahlte Gutschrift für eine Leistung, in diesem Fall der Post, ■erkunft und Wert bleiben somit ihre wichtigste Mitteilung. ,Als kleinster Informationstrager ist sie auch Siegel, Zeichen oder ymbol des Landes, in welchem sie entworfen und gedruckt wurde. Sie igt gleichzeitig auf, auf welche Weise eine Postverwaltung mit .estaltern zusammenarbeitet, und welche Haltung und künstlerische nie sie dabei verfolgt. Trotz ihrem bescheidenen Format ist die riefmarke eine Botschafterin ihres Landes, ein Zeugnis dessen graphi- hen Schaffens, dessen Lebensart und Kultur. Die Briefmarke wurde vor ungefahr 140 Jahren erfunden. Es gab ■ine Anfangsschwierigkeiten in der Gestaltung, schon die ersten •usgaben waren meisterhaft. Noch heute ist die erste Marke, die glische Black Penny, ein Vorbild als Entwurf und als Leistung des echers. Vermutlich waren damals die gepragten Bildmotive der jünzen eine Inspiration für den Markenstecher. Die Staatshoheit hrch das Portrat eines Monarchen, oder für Republiken durch eine allegorische Figur oder auch ein Wappen darzustellen, war naheliegend. Briefmarken werden aufbewahrt und gesammelt, sie erscheinen jahr- lich in den Katalogen der Markenhauser. So bleiben sie Zeuginnen ihrer Zeit mit deren Anliegen und Problemen, und nicht zuletzt des jeweils geitenden gestalterischen Stils. Doch stellt diese kleine Drucksache einen gleichbleibenden An- spruch, nicht nur an den Designer, sondern auch an die für die Auswahl verantwortliche Behörde. Der Entwurf muss die besonderen Eigen schaften einer Briefmarke respektieren und mehr sein als nur ein beschriftetes Bildchen - und diesem Kriterium wird man nie auswei- chen können. Glücklicherweise gibt es dazu kein Rezept. Das ware gleichzeitig zu einfach und zu einschrankend. Vielleicht hilft dem versierten Gestalter ein empirisches Gefühl, das Wesen einer Marke zu treffen, eine leicht lesbare und gut bewaltigte Klarheit der Formen zu finden und das visuelle Thema auf das Wesentliche zu beschranken. Die Wahl der Farbskala ist gewissen Spielregeln unterworfen. Eine in sich verwandte Farbigkeit ist optisch besser als das komplementare Bunte, das dem kleinen Format wenig zutraglich ist. Die Farbe hat vor allem bei den gestochenen und einfarbig gedruckten Ausgaben eine funktionelle Bedeutung. Die Wertstufen erhalten ihre eigene Farbe

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