Mode Einleitung Editec The pri publici choser were r« As alw adverti: compe trends technic and ch on an i invalua designt agencir in grap The bo posters televisii bookjac and lett include calendc Captior English details i clients, the orig sive ind designe and stu clients 1 Modern 176 pac which r The cov exhibitie Lyrik, Humour und Surrealismus spielen die Hauptrolle in den Arbeiten der 440 Art Direktoren, Entwerfer und Foto grafen, deren Grafiken in der diesjahrigen Ausgabe des modern pt/Mc/fj/erscheinen. lm Plakat-teil finden wir unter anderem Uwe Brandi's wunderbar illustriertes Plakat fur Industrie- und Reini- gungsmittel, welches man unwillkürlich mit Werbung fur ahnliche Artikel aus der Vergangenheit vergleichen muss. Das Plakat enthalt sogar sachliche Informationen innerhalb der humorvollen Lösung. Sein einziger Mangel ist, dass es schwer ist, dieses Plakat von der Arbeit Uwe Brandi's für andere Artikel zu unterscheiden. Sein Stil (der jetzt aber auch nachgeahmt wird) ist so eigenbar, dass es schwer für ihn ware, eine vollkommen verschiedene Lösung zu finden. Unser Lob gebührt aber auch dem Kunden, der genügend Phantasie hatte, dieses Plakat für ein Produkt zu wahlen, für das sonst in höchst langweiliger Art geworben wurde. Die Fotos von Sarah Moon haben eine Schönheit und Eleganz die sie schon vor dem jetzigen Kalender zu Sammelstücken gemacht haben. Es ist ein Zeichen der jetzt üblichen Permissivitat und der visuellen Ersattung am nackten Körper, dass Pirelli sich entschlossen haben ihre mehrsubtilen und höchst sinnlichen fotos für den nachsten Kalender zu verwenden, der ja immer schon für seinen Sex-Appeal bekanntwar. Die Entwürfe, die wir dieses Jahr erhielten sind im Stil, in den Ideen und Ausführungen mehr verschieden wie je zuvor. Die sich immer mehr vermehrende Auswahl an Instant lettering wie Letragrafika und die grosse Anzahl von neuen Entwürfen für den Fotosatz, tragen viel zur Ver satility und Lebendigkeit in der aktuellen Werbegrafik bei. Wenn wir uns an die typrografischen Lösungen und Techniken erinnern, die von den Grafikern noch vor fünf Jahren verwendet wurden, dann ist der Unterschied ganz erstaunlich, Buch-Typen, einige dekorative Schriften und Handgeschriebene Titel waren in der Mehrzahl in unserer Ausgabe für 1 967/68. Es lohnt sich jene Grafiken mit den Arbeiten von heute zu vergleichen. Die Werbung wurde auch ehrlicher (oder mehr subtil) in ihren Methoden. Superlativen werden nicht mehr zur Ubberredung verwendet. Texte sind witziger und auch faktischer geworden, und es kann nun leicht geschehen, dass das der Werbung gegenüber instinktive, gesunde Misstrauen einges chlafert wird, wenn die Werbeindustrie richtig auf den Druck der Konsumentengruppen reagiert. Die naiven Verbraucher werden seltener irregeführt, wahrend das mehr kritische Publikum seine Urteile revi- dieren muss. Es ist zu hoffen, dass die Reklameindustrie ihre selbsgewahlten Koden und Efhik beibehalt. Niemand erwartet eine Zensur der Warenartikel für die geworben wird solange keine falschen Versprechungen gemacht werden oder solange das Produkt nicht schadenbringend oder wertlos ist. Die kürzlichen Diskussionen über die Arzneimittelwerbung behandeln ahnliche Punkte. Anti-Depressions Drogen sollen und müssen ja den Arzten bekannt gemacht werden. Es ist zu erwarten, dass die medizinischen Berufstatigen intelligent genug sind, um ihr eigenes Urteil zu fallen. Es ist aber die Verantwortlichkeit der-Werbeindustrie, die Heiler- folge dieser Drogen nicht zu übertreiben indem sie den Unterschied vor und nach der Behandlung und die zu erwartenden Resultate verschönert illustrieren. Glück- licherweise erreicht dieses Material selten das allgemeine Publikum. Die Art und Weise in der für gewisse Produkte geworben wird, hangt von den Prinzipien und der Selbstkontrolle jener ab, die die Reklamen entwerfen, die kreativen Teams, die Marktkonsultanten, Grafiker und Texter. Sie _müssen sich selbsttreu bleiben und im Allgemeinen sind sie es. Felix Gluck £4.80 n

Modern Publicity en | 1972 | | page 12