einigung, sondern in diesem Riesenjahrmarkt einer Weltausstellung einen wirklichen„Weihetempel", aber nicht einen solchen fiir einen einzelnen Kiinstler, sondern einen Weihetempel fiir die osterreichische Kunst, die durch die letzte und gegenwartig hochste Entwicklungsstufe, die sie erreicht hat, reprasentiert werden sollte. Wenn gefragt wurde, worin denn die „Opferwillig= keit" der Vereinigungsmitglieder bestehe, so ist zu ant= worten: darin, daB sie sich der groBen und eigenartigen Wirkung des geplanten Raumes zuliebe der Ausstellung und somit der Verkaufsmoglichkeit ihrer eigenen Werke begeben haben. Von informierterSeite wurde ferner angebiich erklart, der Saal der Secession habe 21m Lange und diese 21 m Wandflache seien fiir Aufstellung EINES Bil= des und zweier Plastiken beniitzt worden. Aus dem vor= her Ausgefiihrten ergibt sich die Unrichtigkeit dieser Er= zahlung. In einem Blatte wurde behauptet, die Vereinigung habe vom Staate verlangt, daB er ihr fiir sechs Bilder ein besonderes Haus baue. Wieweit solche Geriichte der Bos= willigkeit, wieweit der Unkenntnis ihre Entstehung ver= fjdanken, sei dahingestellt. Es..sind bei dieser Gelegenheit noch andere provozie= rende AuBerungen gefallen. Immer wieder werden mit der flBeharrlichkeit des Stumpfsinnes die gleichen Beschul= digungen erhoben. Es ist abermals an der Zeit, sie durch Anfiihrung von Tatsachen verstummen zu machen. QQQ

Ver Sacrum de | 1904 | | page 13